Jennersdorf: Was von Zrce blieb. In den letzten Tagen wurde „Austria goes Zrce“ oft als sogenanntes Superspreader-Event bezeichnet.

Von David Marousek. Erstellt am 05. August 2021 (05:24)
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Für die Jugend hieß es in Kroatien endlich wieder einmal feiern und Party machen.
Anna Spitzer

Von 16. bis 23. Juli wurde in Kroatien „Austria goes Zrce“ gefeiert. Mit dabei zahlreiche Jugendliche aus dem Südburgenland, die sich endlich wieder nach Feiern und Partys sehnten. Eine davon war Anna Spitzer aus Jennersdorf. „Wir sind privat runter gefahren. Als wir gehört haben, dass es dort etwas gibt, haben wir gleich gebucht“, erklärt die Jennersdorferin.

Zu viert seien sie privat mit dem PKW nach Kroatien gefahren. Rufe nach zu laschen Kontrollen, kann sie jedoch am Festivalgelände nicht bestätigen: „Wir wurden direkt am Gelände getestet, es gab dort sogar eigene Teststraßen dafür. Vor jedem Club musste man seinen Test oder den Grünen Pass herzeigen. Jedes Mal, wenn man hinging, hieß es testen oder vorweisen.“ Sie selbst sei schon geimpft und habe via Grünen Pass Eintritt bekommen. Positiv sei aus ihrer Clique niemand zurückgekommen. „Für mich hat es sich schon ausgezahlt“, erklärt Spitzer. Einzig die Kontrollen bei der Einreise seien lasch gewesen: „Der Reisepass wurde schon geprüft, aber einen Test oder den Grünen Pass mussten wir alle nicht vorweisen.“ Eine befreundete Reisegruppe sei ebenfalls ohne positiven Fall wieder von Kroatien zurückgekehrt.

Fußballvereine hatten Absagen nach Festival

Anders ging es manchen Fußballvereinen. Der USV Rudersdorf musste sein Spiel gegen die Spielgemeinschaft Edelserpentin wegen zu vieler Fälle beziehungsweise Kontaktpersonen auf 10. August verschieben. Vom burgenländischen Fußballverband gab es hier eine „5-Fall-Grenze“ für eine Absage ohne Strafe. Der Fußballverein aus Neuhaus am Klausenbach konnte sein Reserve-Duell nicht austragen, da der Gegner aus Loipersdorf-Kitzladen ebenfalls einen positiven Fall hatte.

Land richtete eigenes Codewort ein

Von vergangenen Freitag bis Montag wurden in den Burgenländischen Impf- und Testzentren (BITZ) PCR-Testungen für Rückkehrer angeboten. Mit dem Kennwort „Zrce-Rückkehrer“ wurden die entsprechenden Tests kategorisiert.

Seitens des Landes war auf Nachfrage erst nach Redaktionsschluss mit ersten Ergebnissen der Zrce-Tests zu rechnen. Am Dienstag lag die Inzidenz für den Bezirk Oberwart (37,04) über dem Burgenlanddurchschnitt von 22. Die Bezirke Jennersdorf (11,76) und Güssing (16) lagen zu Redaktionsschluss unter dem Durchschnittswert für das Bundesland. Die Inzidenz wird auf Basis der behördlich bestätigten Neuinfektionen der letzten sieben Tage berechnet und dann in weiterer Folge auf 100.000 Einwohner hochgerechnet.