Ein Wunder zu Weihnachten für den Tierschutz in Heiligenkreuz

Das Streunerparadies zwischen Heiligenkreuz und Ungarn benötigt bis Jahresende noch 15.000 Euro.

Erstellt am 10. Dezember 2021 | 06:01
Lesezeit: 1 Min

Im Durchschnitt finden direkt an der ungarischen Grenze 150 bis 200 Hunde ein neues Zuhause beim Ehepaar Helmut und Brigitte Hirmann. „Wir sind insgesamt sechs Leute, nehmen hier zum Teil schwer verletzte Hunde auf, pflegen sie und vermitteln sie weiter“, erklärt Helmut Hirmann den Gedanken hinter dem „Streunerparadies“.

Doch während sonst die Weihnachtszeit die Zeit der Spenden ist, fällt die Nächstenliebe aktuell noch flach. „Für viele ist es aktuell schwer zu spenden, weil ihnen selbst das Geld fehlt. Wir brauchen aber bis zum Ende des Jahres insgesamt 15.000 Euro, dann sind die nächsten Monate gesichert“, so Hirmann.

Medizin- und Stromkosten von tausenden Euros

Die Kosten seien deshalb so hoch, weil unter anderem Tierarztkosten von zwei bis viertausend Euro monatlich anfallen und auch die Stromkosten durch die Wärmeanlagen für die hilfsbedürftigen Hunde im Winter durchlaufen. Betrieben wird das Streunerparadies seit 2013, vier Jahre später wurde einen Meter hinter der ungarischen Grenze der neue Platz gefunden.

„Wir kämpfen am Limit“ Brigitte und Helmut Hirmann

„Wir kämpfen am Limit“, so Hirmann. Deshalb startete das Tierheim eine Spendenaktion. Auf www.streunerparadies.at kann für das „Weihnachtswunder“ gespendet werden. „Als private Tierschutzorganisation erhalten wir nämlich keinen Cent aus öffentlichen Geldern“, heißt es von den Betreibern.

Bis jetzt wurden 1.104 Streuner gerettet, wovon 765 Hunde weitervermittelt werden konnten. Ein Zubau auf österreichischer Seite durch einen Investor war im Jahr 2017 angedacht, wurde dann aber schlussendlich nicht genehmigt.