Arbeitsmarkt: Magna bringt neue Jobs. Die Arbeitslosigkeit in den Bezirken Jennersdorf und Güssing sinkt. Mindestens 30 Personen könnten den Sprung in die Megastiftung von Magna-Steyr schaffen.

Von Carina Fenz. Erstellt am 01. Februar 2017 (05:56)
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Magna Steyr baut sein Werk in Graz aus. Der Grund sind neue Großaufträge. Um die Neuaufträge abarbeiten zu können, will Magna rund 3.000 zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Genau diese Tatsache wirkt sich auch positiv auf den Arbeitsmarkt im Bezirk Jennersdorf aus.

Positiver Trend zu spüren

„Bislang wurden bereits 70 Personen aus dem Bezirk vorstellig im Unternehmen. Wir haben die Zusage, dass mindestens 30 davon in die Stiftung aufgenommen werden“, freut sich AMS-Chef Harald Braun, der auch beim Anblick der aktuellen Arbeitslosenstatistik einen positiven Trend verspürt.

Eine ausschlaggebende Ursache für den Rückgang der Arbeitslosigkeit kann man bei AMS nicht ausmachen. „Es zieht sich quer durch alle Branchen und wir hatten auch keine größeren Betriebsansiedlungen im Bezirk“, sagt Harald Braun, Leiter des AMS Jennersdorf.

S7-Baubeginn bringt weitere Zuversicht

Zuversichtlich in die Zukunft blickt Braun auch hinsichtlich des Baues der S7. „Spätestens mit Baubeginn wird auch das Thema Betriebsansiedlungen im Bezirk wieder ein Thema werden“, meint Braun. Besonders erfreulich ist auch der überdurchschnittlich hohe Rückgang der Frauenarbeitslosigkeit im Bezirk.

Jugendarbeitslosigkeit wird in Angriff genommen

Auch in Sachen Jugendarbeitslosigkeit gibt es gute Nachrichten aus dem südlichsten Bezirk. „Wir haben heuer erstmals alle Lehrbetriebe kontaktiert und gebeten, die offenen Lehrstellen aktiv zu bewerben, das sind insgesamt 31 alleine im Bezirk Jennersdorf“, erklärt Braun, der den Jugendlichen gute Jobaussichten ausstellt.

Etwas weniger, nämlich nur 27 Lehrstellen, sind im Bezirk Güssing zu haben. Laut AMS-Chef Manfred Herist gibt es kaum Potential, diese zu besetzen.

„Sehr viele Jugendliche gehen in mittlere oder höhere Schulen weiter, scheitern dann und machen dann keine Lehre mehr, weil sie als Hilfsarbeiter tätig sind“, sagt Herist, der weiter meint: „Nach Rücksprache mit Betrieben haben viele von den Lehrherren schlechte Erfahrungen mit Jugendlichen gemacht und wollen deshalb keine Lehrlinge ausbilden“, so der AMS-Chef.