Treffen mit dem Chef

Hoteliers beriefen Runden Tisch mit Tourismuslandesrat Petschnig ein. Der Wunsch: Die Therme mit dem Burgenland verbinden.

Carina Fenz
Carina Fenz Erstellt am 15. Februar 2017 | 08:41
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Tourismus: Wer geht wohin?
Foto: NOEN, Müllner

Jennersdorf, eine Tourismusregion, die nicht nur vom sanften Tourismus, sondern auch von der Therme lebt. Das große Problem: Die Therme liegt in einem anderen Bundesland, zwar nur 100 Meter von der burgenländischen Landesgrenze entfernt, aber eben nicht mehr im Burgenland.

Runder Tisch soll auf Sondersituation hinweisen

Um auf diese „Sondersituation“ aufmerksam zu machen, hat der Tourismusverband zu einem Runden Tisch mit Tourismuslandesrat Alexander Petschnig eingeladen. Das Ziel war ein großes, nämlich dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Das Resümee letztendlich ist zwar nicht hoffnungslos, aber auch nicht vielversprechend: „Wir haben versucht, die Möglichkeiten auszuloten. Unser Problem ist eben, dass das Burgenland nur burgenländische Thermen bewirbt und auf Loipersdorf vergisst, dabei wäre das so wichtig für unsere Betriebe“, erklärt Tourismusgeschäftsführerin Silke Drauch.

Während das Burgenland nämlich die 3-Millionen-Hürde bei den Nächtigungen im vergangenen Jahr geknackt hat, konnte der Bezirk Jennersdorf vom Aufschwung nicht profitieren. „Ein Zusammentreffen von allen betroffenen Tourismusbeteiligten ist ein wichtiger Schritt, um zukunftsweisende Pläne ausarbeiten zu können und bevorstehende Herausforderungen gemeinsam zu meistern“, meint Landesrat Petschnig, für den auch der Zusammenschluss der fünf Tourismusregionen im Südburgenland noch nicht ganz vom Tisch ist. Zum Anliegen der Jennersdorfer Touristiker hielt sich Petschnig etwas bedeckt und meinte: „Mit diesem Zusammentreffen wurde ein wichtiger Anfang in Richtung Zukunft gesetzt. Jetzt liegt es an den Tourismusverantwortlichen, die Zügel in die Hand zu nehmen und Jennersdorf zum gemeinsam gesetzten Ziel zu führen“, so Petschnig abschließend.