Sachbeschädigung und Ruhestörung: Drohen Konsequenzen?. Der Faschingsumzug sorgt bei Anrainern für Ärger. Diese fordern jetzt Behörden auf, aktiv zu werden.

Erstellt am 22. Februar 2018 (05:59)
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David Marousek

Der Faschingsumzug des UFC Jennersdorf ist legendär, bleibt aber auch im heurigen Jahr nicht ganz ohne Nachspiel. Während dutzende Jugendliche nach dem Faschingssamstag in Jennersdorf über Hautrötungen klagten, ärgerten sich zahlreiche Anrainer über Sachbeschädigungen und die aufgetretene Ruhestörung nach drei Uhr morgens.

Party bis halb vier Uhr früh

„Wer ist für die Genehmigung verantwortlich, dass mitten in Jennersdorf ein Partyzelt aufgestellt und halb Jennersdorf bis halb vier Uhr früh zwangsbeschallt wird und dies in einer Lautstärke, die absolut nicht tolerierbar ist“, heißt es von einer erbosten Anrainerin, die sich mit ihrer Beschwerde an die Bezirkshauptmannschaft gewendet hat.

Auch vom angrenzenden Mutter Teresa Haus und dem Elisabethheim gibt es wenig Freudensprünge, wenn bis spät in die Nacht gefeiert wird. Bei der Polizei sind auch einige Anzeigen wegen Sachbeschädigung eingegangen, wie auch schon beim Faschingsumzug vor zwei Jahren.

Bürgermeister Reinhard Deutsch will die Thematik jetzt aufarbeiten. „Wir können jetzt darüber diskutieren, ob wir ohne Ausnahme ein idyllischer Ort sein wollen oder vier Highlights im Jahr, darunter auch den Faschingsumzug, weiterhin dulden wollen. Was sich aber ändern muss, ist das gesellschaftliche Problem, dass es aufgrund zu starken Alkoholkonsums dazu kommt, dass von Besuchern fremdes Eigentum zerstört wird“, erklärt Deutsch.