Eltendorf, Königsdorf & Heiligenkreuz gegen Fahrverbot. Eltendorf, Königsdorf und Heiligenkreuz wollen gegen das geplante Lkw-Fahrverbot vorgehen und bereiten Stellungnahmen vor.

Von Carina Fenz. Erstellt am 04. Juli 2018 (04:48)
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Fahrverbot für Ludwigshof. Alles über 3,5 Tonnen darf die Gemeindestraße nicht mehr benutzen.
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Das Land Burgenland hat im Mai einem Lkw-Fahrverbot auf der L116 zugestimmt, der Verkehr soll künftig über die Gemeinden Heiligenkreuz, Eltendorf und Königsdorf über den Henndorfer Berg nach Jennersdorf und weiter zur Staatsgrenze geleitet werden.

Das geplante Fahrverbot sorgt seit mehreren Wochen für große Aufregung bei den Gemeinden im Lafnitztal, die den angekündigten Protest jetzt in die Tat umsetzen wollen.

Bei der Bezirkshauptmannschaft Jennersdorf hat man um Aufschub angesucht, um mehr Zeit für die Stellungnahme zu haben. Bis Anfang September wollen die Gemeinden Eltendorf, Königsdorf und Heiligenkreuz diese gemeinsame fundierte Stellungnahme ausarbeiten.

„Wir haben uns für diese klare Vorgehensweise ausgesprochen und wollen gemeinsam Gegenargumente ausarbeiten, warum die neue Streckenführung durch die Gemeinden und über den Henndorfer Berg mehr Nach- als Vorteile bringt“, erklärt Bürgermeister Mario Trinkl (SPÖ) aus Königsdorf. „Nur wenn wir gemeinsam dagegen vorgehen und die Kräfte bündeln, dann können wir was bewirken“, so Trinkl weiter.

Verbot soll mit allen Möglichkeiten verhindert werden

Der Eltendorfer Gemeinderat hat bereits in der Vorwoche einen einstimmigen Beschluss gefasst, „alle Hebel in Bewegung zu setzen und alle Möglichkeiten auszuloten, um das geplante Lkw-Fahrverbot zu verhindern“, führt Eltendorfs Bürgermeister Josef Pfeiffer (ÖVP) aus. „Es geht hier um eine massive Mehrbelastung in Sachen CO2-Ausstoß und Lärm. Für eine Ausweichroute, die knapp sieben Kilometer über Berg und Tal führt, gibt es keine Rechtfertigung“, meint Pfeiffer weiter.