Aus für Restaurant „An Alapanka Ma“. Die beliebte Haubenküche in Zahling schließt wohl für immer ihre Pforten. Krankheitsbedingt geht es einfach nicht mehr.

Von David Marousek. Erstellt am 11. Dezember 2020 (06:34)
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Küchenchef Friedrich Gutscher erkochte für das An Alapanka Ma mehrere Hauben. Jetzt ist krankheitsbedingt Schluss.
C. Fenz

Vor einem Jahr erkochte Friedrich Gutscher für das „An Alapanka Ma“ noch zwei Hauben im Restaurantführer Gault Millau. Das vegetarische Menü, dass ohne Speisekarte daherkommt, sei „nicht mehr und nicht weniger als ein Gesamtkunstwerk“, lobte der Restaurantführer überschwänglich.

Damit ist nun voraussichtlich leider Schluss. „Wir hören auf, es ging zuletzt einfach nicht mehr“, erklärte Küchenchef Friedrich Gutscher, der eigentlich gebürtiger Wiener ist und über Jahre in Stuttgart als Sternekoch arbeitete. Eine schwere Krankheit mache ihm die Arbeit nicht mehr in der Form möglich, die er anstrebe. „Ich bin jetzt fast ein Jahr lang krank und das Sprechen fällt mir nicht immer leicht. Wir möchten hier aber wohnhaft bleiben“, erklärte der vegetarische Küchenchef.

Neben Küche auch der Garten ausgezeichnet

Bekannt wurde der umgebaute Bauernhof in Zahling nicht nur durch seine hervorragende vegetarische Küche und seine seltenen Weine, sondern auch durch den mehr als besonderen Garten. 2014 wurde mit den Umbauarbeiten am Garten begonnen. Vier Jahre später konnte der fertige „Astrosophische Garten“ vorgestellt werden, inklusive einer 65 Meter langen und 56 Tonnen schweren Fußgängerbrücke.

Der Garten besteht aus zwölf Teilen, die jeweils einem Tierkreiszeichen zugeordnet sind. Die Brücke verband dabei die Jungfrau mit dem Fisch.

Für diese Gartenkreation wurde dem mythologischen Themenpark 2016 der Österreichische Innovationspreis verliehen. Die Jury sprach dem Garten einen „innovativen, nachhaltigen und einzigartigen“ Wert in der Gestaltung zu.