Entvölkerte Wiener Innenstadt. Wenn man dieser Tage rund um den Stephansplatz seine Einkäufe tätigt kommt man sich recht einsam und verlassen vor in der noch im Februar von hunderten Touristen aus Asien, Italien, Deutschland und dem Rest der Welt frequentierten Innenstadt.

Erstellt am 18. März 2020 (11:09)

Mit etwas Phantasie spielt man mit dem Gedanken, ob jemand über Nacht eine Neutronenbombe gezündet hätte, wobei alle Gebäude stehen blieben und nur alles Leben ausgelöscht worden wäre. Doch dort und da taucht dann doch vereinzelt eine einheimische Person auf.

Man fühlt sich an die in alten Italo-Westernfilmen mit dramatischer Musik zelebrierten Geisterstädte, wo der Held über die Hauptstraße geht und der Wind den Wüstensand und vertrocknete runde Büsche vorbeiweht, erinnert. Jeder geht jedem aus den Weg und wechselt die Straßenseite. Sicherheitsabstand.

Schwer bepackt schleppt man seine Einkäufe heim und ist froh wieder im sicheren zu Hause zu sein.

Helwig Leibinger