Mein Beitrag zum täglichen Erleben.

Erstellt am 22. März 2020 (13:11)

Die Welt wird stumm,
bevor der Sturm, der sich nicht legt
über sie mit einer Stärke fegt,
der sie erschüttert
und atemlos erst dann erreicht,
wenn ihr Zustand einem Wahnsinn gleicht.

Die Welt wird stumm
und gibt nicht auf,
obwohl zu Hauf
der Mensch die Ohnmacht spürt,
während die Angst sich anschleicht
und voll Wucht den Tag an jede Nacht verliert.

Die Welt ist stumm
betroffen, bleich
und selbst das Wörtchen „reich“
interpretiert sich zitternd,
den Verfall der Zukunft witternd
anders, leidgeprüfter, kraftlos eben und will doch leben.

Die Welt, die stumm
sich präsentiert und ungeniert ankämpft
gegen Goliath, der unsichtbar,
doch wahr uns Menschen schockt,
während er in jedem Winkel hockt,
kompensiert mit aller Kraft
den Druck auf jeden, der nun in einer Einzelhaft.

Die Welt erkennt
im dunklen Drama dieser Zeit,
es ist so weit, dass, um uns selbst zu schützen
jeder von uns muss jedem nützen
und dass nur so unser aller Zukunft mag gelingen
wenn wir gemeinsam, bevor verzweifelt, das Leid zu Boden zwingen.

Die Welt sind wir,
die sich vereint
und stärker als die Sonne scheint
voll Kraft, Dankbarkeit und tief empfundener Empathie
aufsteht, weitergeht, gebündelt ihre Energie
dem Alltag übergibt und schenkt,
sodass gelenkt wird jeder weitere Schritt
und als Segen geht auf unser aller Wege mit.

von Sonja Pistracher