Mattersburger Norbert Pingitzer präsentiert neues Buch . Der aus Mattersburg stammende Norbert Pingitzer setzt sich in seinem neuen Werk mit dem „Anschluss“ auseinander.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 05. April 2018 (04:51)
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Neues Buch. Der Autor Norbert Pingitzer mit Zeitzeugin Elisabeth Pacher Theinburg.
Tritremmel

In der Bezirkshauptstadt kennt man Norbert Pingitzer vor allem als ehemaligen Inhaber des Eisenwarenhandels in der Michael-Koch-Straße. Das Traditions-Geschäft wird mittlerweile von Sohn Andreas geführt – und Norbert Pingitzer hat sich auch als Autor einen Namen gemacht.

Zweites Buch von Norbert Pingitzer

Nachdem Pingitzer, der heute in Kobersdorf (Bezirk Oberpullendorf) lebt, erst im vergangenen Jahr sein Buch zur Geschichte des Transportwesens veröffentlicht hatte, erschien jetzt zum Gedenkjahr „Anschluss 1938 – Burgenland“. Darin legt der Autor den Fokus auf die Zeit von 11. März (dem „Anschluss“ im Burgenland) bis zum 10. April 1938 und beschäftigt sich auch mit der Vorgeschichte bis ins „Erste Deutsche Reich“. „Für alle Mühen wurde ich besonders entschädigt durch die Damen und Herren, die ich als Zeitzeugen befragen durfte“, schreibt Pingitzer im Vorwort.

Zeitzeuge. Norbert Pingitzer mit Karl Schießl aus Sieggraben, der am 11. März 1938 persönlich dabei war.
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So kommen etwa Elisabeth Pacher Theinburg aus Lutzmannsburg und Karl Schießl aus Sieggraben zu Wort. Schießl gehört zu den ganz wenigen noch lebenden Personen im Burgenland, die bei der NS-“Machtergreifung“ am Nachmittag/Abend des 11. März 1938 vor dem Landhaus in Eisenstadt persönlich dabei waren. Er selbst sehe sich als Beobachter, die Leserinnen und Leser könnten sich dann selbst ein Bild machen.

„Im Buch kommen zahlreiche Fotos sowie Zeitungsausschnitte vor, sodass sich jeder ein gutes Bild aus der Epoche machen kann“, meint der Autor.

Als Abschluss beschäftigt er sich mit dem „Anschluss(mahn)mal“ in Oberschützen, das zu diesem Thema nicht unerwähnt bleiben dürfe.