Rücktritt von ÖVP-Vize Ochs: Dicke Luft in Antau

Altbürgermeister Stefan Jagschich legte noch eins drauf. Ortschef Adalbert Endl will das Gespräch suchen.

Richard Vogler
Richard Vogler Erstellt am 26. Juli 2018 | 05:57
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Will zurücktreten. Alexander Ochs möchte Ende Oktober aufhören.
Foto: BVZ

Der ÖVP-Vizebürgermeister Alexander Ochs gab vergangene Woche via Facebook per Ende Oktober seinen Rücktritt bekannt. Er gab in seinem Facebook-Posting, das er bald darauf wieder löschte, bekannt, dass „ich gerne jenes politische Amt, das ich mit Demut, Stolz, Verantwortung und einer gehörigen Portion Ehre ausführe, weiter ausüben würde“, „Dieser Möglichkeit entziehe ich mit diesem Schreiben jedoch jegliche Substanz. Diverse persönliche Erniedrigungen, Diffamierungen und gezielte hinterrücks geführte verbale Angriffe gegen meine Person endeten in Kränkungen und teilweise schlaflosen Nächten“, schreibt er dort, um weiter auszuführen: „Die Schuld sehe ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch bei mir, da ich durchaus ein emotionaler Typ bin, der sich für seine politischen Ideale immer eingesetzt hat.“

Verständnis für diesen Schritt zeigte ÖVP-Altbürgermeister Stefan Jagschich, der – ebenfalls via Facebook – ausrichten ließ: „Lieber Alex, ich kann dich verstehen und auch deine Entscheidung gut nachvollziehen, aber jetzt reicht’s – wir dürfen uns nicht von einem charakterlosen ... Typen unser Antau/Otava, dass wir in jahrzehntelanger, harter Arbeit zum liebens- und lebenswerten Herz des Wulkatales aufgebaut haben, zerstören lassen!“ Namen werden von Ochs wie auch Jagschich keine genannt. Insidern ist klar, dass die Kritik in Richtung Antauer Bürgermeister Adalbert Endl geht.

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Einlenken. Bürgermeister Adalbert Endl möchte Ruhe einkehren lassen.
BVZ

„Das Alexander Ochs sein Amt zurücklegen will, kam für mich sehr überraschend“, gesteht der ÖVP-Bürgermeister gegenüber der BVZ. Der Ortschef bedauert, dass der Vize gehen will, denn „Alexander Ochs hat eine gute Arbeit gemacht“, lobt er den jungen Politiker. „Ich werde mich nächste Woche mit ihm treffen und versuchen, im Gespräch wieder zu einer Basis und zu einer guten Lösung zu kommen. Ich will, dass im Ort Ruhe herrscht und nicht gestritten wird“, wünscht sich Bürgermeister Endl, der in Ochs durchaus einen potenziellen Kandidaten für seine Nachfolge sieht. Er kennt auch den Grund der Streitigkeiten. „Es ist das Gemeindezentrum, um das es geht und wo wir keine Einigung finden. Außerdem glaube ich auch, dass mein erfolgreicher Weg in der Politik von Antau selbstverständlich auch Neider auf den Plan ruft.“