Neue „Ampel-Debatte“. Nachdem Adaptierungen angekündigt wurden, gibt es wieder ÖVP-Kritik. Büro Bieler (SPÖ): „Keine Baustelle geplant.“

Von Jessica Bauer und Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 04. Januar 2017 (05:59)
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Arena Mattersburg. Die Diskussionen um die Ampelkreuzung reißen nicht ab. Die Abbiegespuren könnten nun verlängert werden.
BVZ, BVZ

Seit Oktober des Vorjahres bewegt die neue Ampelkreuzung beim Einkaufszentrum Arena in Mattersburg Autofahrer und Politik gleichermaßen. Zuletzt kündigte Landtagspräsident Christian Illedits als SPÖ-Bezirksvorsitzender weitere Änderungen an. Wie berichtet, sollen für einen besseren Verkehrsfluss einzelne Abbiegespuren verlängert werden. Gespräche mit Grundstückseigentümern seien bereits am Laufen.

Ampelphasen werden beobachtet

Im Büro von SP-Verkehrslandesrat Helmut Bieler betont man auf BVZ-Anfrage, dass keine weitere Baustelle bei der Arena geplant sei. Nur die Ampelphasen würden beobachtet und bei Bedarf angepasst – „wie bei jeder anderen Umbaumaßnahme auch“.

Gegenüber der BVZ erklärt Illedits, dass auch aus seiner Sicht keine „großen Baustellen“ nötig seien: „Als Politiker des Bezirkes versuche ich zu vermitteln, damit durch einfache Maßnahmen der Verkehrsfluss optimiert werden kann.“ Landesrat Bieler sei bereits informiert; für Details ist die Baudirektion zuständig.

Die ÖVP des Bezirks übt indes neuerlich Kritik: „Die Pendler sind über diesen Umbau sehr unglücklich. Die Bürger sind verständlicherweise sauer“, so ÖVP-Bezirkschef Christian Sa-gartz. Die ÖVP sieht die Ampelkreuzung als Verschlechterung im Vergleich zum früheren Kreisverkehr und verweist auf immer wieder auftretende Staus.

Auch Mattersburgs ÖVP-Vizebürgermeister Michael Ulrich kritisiert: „Wir durften weder im Stadtrat noch im Gemeinderat die verschiedenen Varianten zum Umbau einsehen. Als Steuerzahler dürfen wir alle dafür bezahlen, mitentscheiden durften wir nicht.“

„Ampel-Lösung bringt mehr Sicherheit“

Im Büro von Landesrat Helmut Bieler reagiert man darauf ebenso verärgert: „Jahrelang wurde die Verkehrssituation bei der Arena kritisiert, vor allem auch von der ÖVP.“ Auf die „parteipolitischen Spielchen“ wolle man sich nicht einlassen.

„Die Ampel-Lösung bei der Arena war vor allem ein Verkehrssicherheitsumbau“, wird im Büro Bieler betont: „Dieses Projekt wurde von Verkehrsspezialisten nach den Gegebenheiten und in Absprache mit allen Projektbeteiligten geplant. Eines ist aber klar: Die beste Verkehrsmaßnahme kann den Verkehr vor Ort nicht wegbeamen, sondern lediglich die Situation verbessern. Das haben wir getan.“