Totaler Rauchstopp in Mattersburgs Schulen. Mattersburgs Schulen sind schon länger ein Vorbild im Nichtraucherschutz, nur Gymnasium musste Regelung verschärfen.

Von Christoph Plattensteiner. Erstellt am 12. September 2018 (04:17)
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Dieser Hinweis an der Eingangstür der Volksschule Mattersburg in der Schulgasse soll Personen auf das Rauchverbot aufmerksam machen.
BVZ

Seit 2006 gilt das Rauchverbot in Räumen und auf Geländen, in denen Unterricht, Veranstaltungen oder schulsportliche Aktivitäten stattfinden. Das Rauchverbot gilt für Schüler, Lehrer und sonstige Personen gleichermaßen. Eine Ausnahme bildete eine Hausordnung, mit der das „Pofeln“ erlaubt wurde. Damit ist es vorbei, denn ab Schulbeginn ist ein absoluter Rauchstopp Gesetz.

Kein Rauch mehr am Gymnasium

Die Direktoren der Volksschule, neuen Mittelschule und Handelsakademie haben das absolute Rauchverbot bereits vor Jahren umgesetzt. Im BG und BRG Mattersburg war hingegen bis jetzt eine Ausnahme gestattet. Direktor Karl Pinter erklärt: „Wir sind tolerant gewesen und haben den Schülern der siebenten und achten Klasse

erlaubt, im Freien hinter der Turngarderobe in der großen Pause zu rauchen.“ Auch die Lehrer durften auf der anderen Seite des Gebäudes ihrem Laster freien Lauf lassen. „Wenn auf dem Pfarrhof geraucht wird, wird sich das leider nicht verhindern lassen“, so Pinter, der Hinweise über den Rauchstopp bereits anbringen ließ und weitere Tafeln ankündet.

Direktor Pinter weiß von „geschmalzen Strafen bei einer Anzeige.“ Werner Karner, Bezirkshauptmann-Stellvertreter, erklärt: „Jugendliche über 14 Jahre sind voll strafmündig und werden bei einer Anzeige von der Polizei bei der Jugendhilfe zu einem Gespräch eingeladen. Zeigt sich die Person uneinsichtig, ist eine Strafe bis 100 Euro möglich. Im Wiederholungsfall droht sogar eine Pönale von bis zu 1000 Euro.“ Dabei wird nur die Person zur Kassa gebeten, die Schule ist nicht haftbar.

Absolutes Rauchverbot schon seit Jahren

Für Andreas Hackstock, den Direktor der Handelsakademie, hat sich wenig geändert: „Die Regelungen haben schon vorher gegolten, das ist jetzt keine große Umstellung.“ Bei einer Lehrerkonferenz wurde vorige Woche noch einmal alles verlautbart.

Volksschuldirektorin Rafaela Strauß ist „not amused, wenn rauchende Eltern die Kinder zur Schule bringen“. Darum hat die Schulleiterin schon seit Längerem einen Hinweis an die Eingangstür geheftet, in der Hoffnung, den Eltern ins Gewissen zu reden.

Neo-Direktorin Ursula Piller von der Neuen Mittelschule berichtet, dass, „nur wenige Lehrer bei uns rauchen“. Die Pädagogen wurden angehalten, sich keine Zigaretten vor den Augen der Kinder zu genehmigen und rauchen weit draußen beim Kulturzentrum. „Tafeln werden noch aufgestellt , ich muss mich noch mit der Gemeinde absprechen“, sagt Piller.

Zudem hat man beim Sporthallen-Eingang in der Nähe des Skater-Parcours die Aschenbecher entfernt.