VCÖ-Mobilitätspreis für Projekt "City Bus Mattersburg". Das Projekt "City Bus Mattersburg", das im April 2020 starten soll, ist am Mittwoch in Eisenstadt mit dem VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland ausgezeichnet worden. Es sieht unter anderem vor, dass jeder Haushalt in Mattersburg im Umkreis von 250 Metern eine Haltestelle haben soll. Ebenfalls prämiert wurden der Plan für landesweite Radbasisnetze und das Wasserstoff-Konzept der Energie Burgenland.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 04. September 2019 (13:54)

Das diesjährige Motto des Preises lautete "Mobilitätswende voranbringen". Der City Bus in Mattersburg soll mit zwei Linien den Betrieb aufnehmen, gefahren wird im Stundentakt. Alle Ortsteile sind in das Konzept angebunden. Der City Bus wird weiters mit den Fahrplänen der Züge und der Regionalbuslinien verknüpft. Auch alle Schulen sollen optimal erreicht werden können, wovon man sich seitens der Stadt eine deutliche Reduzierung der Zahl der Elterntaxis erwartet.

Ziel des Radbasisnetzes ist es, der Bevölkerung für ihre Alltagswege - etwa zur Schule, zur Arbeit, zum Einkaufen oder zu Freizeiteinrichtungen - direkte, schnelle und sichere Radverbindungen anzubieten. "Die Infrastruktur hat zentralen Einfluss auf das Mobilitätsverhalten. Infrastruktur, die gebaut wird, wird genutzt. Das gilt für Radwege genauso wie für Straßen", stellte VCÖ-Experte Markus Gansterer fest.

Als vorbildlich wurde auch das Konzept der Energie Burgenland bewertet, Wasserstoff aus Windenergie zu produzieren. Wasserstoff sei im laut einer aktuellen Studie der TU Wien für schwere Fahrzeuge, wie Lkw, Busse und auch bei Lokomotiven, sinnvoll. Die drei heuer beim VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland ausgezeichneten Projekte zeigten, wie die Klimabilanz des Verkehrs verbessert werden könne, so Gansterer, der mit Landesrat Heinrich Dorner (SPÖ) und ÖBB-Regionalmanager Michael Elsner die Preise übergab.