Asylwerber brach ein: DNA überführte ihn

Ein Marokkaner, der schon vier negative Asylbescheide erhalten hat, brach in Bad Sauerbrunner Konditorei und in Auto ein.

Elisabeth Kirchmeir Erstellt am 21. Dezember 2016 | 03:52
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Einbrecher
Foto: NOEN

2006 hatte der heute 41-jährige Marokkaner seiner Heimat den Rücken gekehrt, 2013 war er erstmals in Österreich eingereist, wo sein Asylantrag abgewiesen wurde. Auch in Deutschland, Dänemark und Schweden erhielt er negative Asylbescheide. Von Schweden wurde er nach Ungarn abgeschoben, im Februar 2015 reiste der Marokkaner neuerlich nach Österreich ein und stellte hier wieder einen Asylantrag.

440_0008_6779812_eis49df_rauter.jpg
Vor Gericht. Richter Wolfgang Rauter bot Diversion an.
BVZ, BVZ

Noch im selben Jahr wurde er am Landesgericht Innsbruck wegen Einbruchsdiebstahls verurteilt, heuer im Sommer wurde er neuerlich straffällig. Der damals im Bezirk Mattersburg aufhältige Asylwerber brach am 14. August in ein Auto ein und stahl daraus einen Feldstecher im Wert von 100 Euro.

Eine Woche später verschaffte sich der Marokkaner Zutritt zu einer Bad Sauerbrunner Konditorei und stahl aus zwei nicht verschlossenen Registrierkassen insgesamt 300 Euro. Bei diesem Einbruchsdiebstahl hinterließ der Mann seine DNA, daher war es möglich, ihn auszuforschen. Im September wurde er verhaftet.

„Glauben Sie, dass Ihre Chancen auf Asyl besser werden, wenn Sie wegen Einbruchsdiebstählen verurteilt werden?“, wollte Richter Wolfgang Rauter vorige Woche von dem Angeklagten wissen. Bei einer Hausdurchsuchung war bei dem Verdächtigen nicht nur der gestohlene Feldstecher gefunden worden, sondern auch zwei hochwertige Markenbrillen. Der Marokkaner wurde zu 15 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt, zusätzlich muss er weitere drei Monate aus der 2015 verhängten Strafe absitzen.