Bad Sauerbrunn

Erstellt am 06. Juni 2018, 05:00

von Judith Jandrinitsch

Kurtaxe wird erhöht. Der neue Tarif lautet 2, 50 Euro statt 1,50 Euro. Gemeinderat sprach sich dafür aus, ÖVP-Gemeinderat Stefan Neubauer hatte Bedenken und sah Nachteile für Hotelstandort.

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Die Kurgemeinde bekennt sich zum Tourismus und setzt diverse Akzente, wie z.B. die Festivals im Kurpark, um diesen zu beleben und die Kurgäste abseits der Kur davon zu überzeugen, für einen Privaturlaub noch einmal nach Bad Sauerbrunn zurückzukehren.

Kurtaxe als wichtiger Einnahmefaktor

In der vergangenen Gemeinderatssitzung schlug Bürgermeister Gerhard Hutter, LIBS, vor, die Kurtaxe von 1,50 Euro auf 2,50 Euro zu erhöhen. Der Ortschef verteidigte die Erhöhung, schließlich sei die Kurtaxe „ein wichtiger Einnahmefaktor“ für die Gemeinde. Der Gemeinderat stimmte auch geschlossen dafür, nur Gemeinderat Stefan Neubauer von der ÖVP meldete Bedenken an und entschied sich dagegen.

Seine Argumente: „Meiner Meinung nach ist eine Erhöhung der Kurtaxe ein Wettbewerbsnachteil gegenüber den anderen Orten, in denen sich ebenfalls Beherbergungsbetriebe befinden. Früher waren Arbeiter von der Entrichtung der Kurtaxe ausgenommen. Das ist jetzt nicht mehr so, und ich beobachte den negativen Trend, dass sich die Arbeiter vieler Firmen, die bei uns nächtigen, die Kurtaxe und das Frühstück selber zahlen müssen. Die überlegen sich dann natürlich, ob sie in Bad Sauerbrunn nächtigen oder in andere Gemeinden ausweichen“, befürchtet Neubauer.

Studie soll Hotelprojekt evaluieren

Dabei will die Gemeinde ja gerade, dass sich Beherbergungsbetriebe im Kurort ansiedeln. Deshalb wurde in der Sitzung auch beschlossen, eine Studie um 8.000 Euro in Auftrag zu geben, deren Verfasser herausfinden sollen, ob ein Hotelprojekt in Bad Sauerbrunn oder generell in der Region Sinn machen würde. Das beauftragte Unternehmen habe auch die VAMED bei der geplanten Erweiterung des Sonnberghofes beraten. Ein engeres Zusammenrücken der Gemeinden Bad Sauerbrunn, Pöttsching, Sigleß, Forchtenstein und Neudörfl forciert ja auch das Projekt für Interkommunale Zusammenarbeit, das die Highlights der Region auch einer besseren touristischen Vernetzung und Verwertung zuführen soll.

Die Herausforderung beim Hotelprojekt sieht Neubauer hingegen darin, „dass man ein Hotel neun Monate lang auslasten muss. Das ist in unserer Gegend besonders in der Nebensaison schwierig.“