Trinkwasser-Qualität: Dem Geruch auf der Spur

Die Analyse der Seibersdorf Labor GmbH bestätigt dem Trinkwasser aus neuer Quelle beste Werte, nur Schwefelgeruch stört.

Erstellt am 02. März 2018 | 03:33
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Foto: BVZ

Eigentlich kann die Kurgemeinde zufrieden mit dem Ergebnis der Bohrung sein, die im zweiten Anlauf doch auf eine ergiebige Quelle stieß. Bürgermeister Gerhard Hutter, LIBS, weiß über die Wasserqualität zu berichten: „Das Wasser weist einen sehr hohen Mineralisierungsgrad auf. Um genau zu sein, entspricht die Mineralisierung genau dem Stand von 1993 und ist deshalb ein Top-Wasser.“

Wasser wird genau analysiert

Seit einigen Wochen wird das Wasser der neuen Quelle, genau genommen der Magnesium-Calcium-Natrium-Hydrogencarbonat-Sulfat Säuerling, auch ins Netz eingespeist und ist für einheimische Bad Sauerbrunnerinnen und Bad Sauerbrunner in Haushaltsmengen auch wieder in der Quelle abzufüllen. Das Einzige was daran irritierte, war der auffallende Schwefelgeruch.

Eine Erklärungsmöglichkeit ist, dass das Wasser in der Quelle längere Zeit stand, und sich daher der Schwefelgeruch entwickeln konnte. Bürgermeister Gerhard Hutter: „Schwefel ist nichts Schädliches, der Geruch sollte sich geben. Das meint auch unser projektverantwortlicher Geologe Bernd Böchzelt.“ Der Geologe konnt selbst nicht zum intensiven Geruch befragt werden, er befindet sich zur Zeit auf Urlaub. Das Kurhaus selbst verwendet für die Trinkkuren noch das Wasser aus der alten Quelle.

Der Ortschef erklärt: „Das Kurhaus verwendet noch die alte Quelle, weil diese noch versiegelt werden muss. Dazu ist noch ein technischer Umbau erforderlich.“ Genaue Details zur Wasserqualität will die Gemeinde Ende März präsentieren. Das bestätigt auch Vizebürgermeister August Gruber, LIBS: „Dann werden wir auch die Inhaltsstoffe wie z. B. den Magnesiumwert ganz genau bekannt geben.“ Ohne Komplikationen verlief die Bauverhandlung zum Ausbau des Kurhauses. Einwände gab es laut Bürgermeister Gerhard Hutter von den dazu eingeladenen Parteien keine.