Ein Jahr Pleite der Commerzialbank Mattersburg

Vor einem Jahr, am 14. Juli 2020 hat eine Selbstanzeige des damaligen Bankchefs Martin Pucher und der Vorständin Franziska Klikovits jahrelange Bilanzfälschungen bei der Commerzialbank Mattersburg ans Tageslicht gebracht. Ein U-Ausschuss hat sich inzwischen mit der politischen Dimension der Bankenpleite befasst. Die juristische Aufarbeitung dürfte hingegen noch Jahre dauern.

Erstellt am 13. Juli 2021 | 21:30
Bilanzskandal rund um die Commerzialbank Mattersburg
Bilanzskandal rund um die Commerzialbank Mattersburg
Foto: APA

Mit der Pleite der Bank begann die Suche nach dem Geld, den Schuldigen und den Verantwortlichen. Es folgten zahlreiche Klagen - gegen Wirtschaftsprüfer TPA, die Republik Österreich und auch das Land Burgenland, das als Revisionsverband der Mehrheitseigentümerin der Bank tätig war. Nach derzeitigem Stand fordern 401 Gläubiger im Konkursverfahren der Commerzialbank 820 Mio. Euro. Die Überschuldung liegt bei 700 Mio. Rund 157 Mio. dürften bar aus der Bank getragen worden sein - teilweise zum SV Mattersburg, dessen Präsident Pucher war. 52 Mio. wurden bis heute nicht gefunden.