Erste Bank Sparkasse: Die nächste Bank in Mattersburg schließt

Das „Bankensterben“ geht weiter: Die Filiale der Erste Bank Sparkasse wird nach Eisenstadt verlegt. Letzter Tag in Mattersburg ist der 31. Mai.

Erstellt am 13. Januar 2022 | 05:39
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8265728_mat02rv_erstebank.jpg
Die aktuell noch in Mattersburg beschäftigten Mitarbeiter werden weiterhin bei der Erste Bank beschäftigt sein.
Foto: Richard Vogler

Die BVZ berichtete in der Vorwoche von der Filialschließung der Bank Austria. Die Mattersburger Filiale im Stadtzentrum wird mit der Eisenstädter zusammengelegt, am 20. Jänner ist in Mattersburg zum letzten Mal geöffnet. Wie nun bekannt wurde, schließt mit der Erste Bank Sparkasse das nächste Kreditinstitut seine Mattersburger Zweigstelle – dort ist am 31. Mai Schluss. Die Filiale wird wie jene der Bank Austria in den Standort Eisenstadt integriert und auch die Beweggründe sind die selben.

„Wir bedauern, wenn wir eine Filiale schließen müssen, aber Corona hat den digitalen Trend und den Trend zu größeren Beratungszentren beschleunigt. “ Aussendung der Bank

Von Seiten der Presseabteilung heißt es, dass „wir bei Veränderungen im Filialnetz der Erste Bank immer die Bedürfnisse unserer KundInnen mitberücksichtigen. Gerade die letzten Monate haben aber gezeigt, dass viele KundInnen immer seltener die Filialen aufsuchen und die Bargeldnutzung weiter abnimmt. Wir bedauern, wenn wir eine Filiale schließen müssen, aber Corona hat den digitalen Trend und den Trend zu größeren Beratungszentren beschleunigt. Das tägliche Bankgeschäft wird vermehrt auf dem Computer und Handy erledigt und für die Beratungsgespräche für Finanzierungen oder Veranlagung nimmt man sich gerne Zeit und auch eine Anfahrt in ein Kompetenzzentrum in Kauf. Auch wir müssen mit Ressourcen und Kosten effizient umgehen.“

Laut Erste Bank werden die Mitarbeiter der Filiale Mattersburg weiterhin ihren Kunden in Eisenstadt oder über andere Kanäle zur Verfügung stehen. Das Ende der Bank Austria und der Erste Bank ist eine Fortsetzung des Bankensterbens in der Bezirkshauptstadt. Die Bawag in der Judengasse hatte im Juni vergangenen Jahres ihren letzten Tag, die Commerzialbank von Martin Pucher ist seit 2020 Geschichte und die Volksbank beendete vor sechs, sieben Jahren ihre Tätigkeit in Mattersburg. Verbleiben ab April mit der Bank Burgenland, der Raiffeisenbank und der „Bank99“ der Post nur mehr drei Banken.