Angriffe durch Greifvogel in Sigleß. In Sigleß wurden in den vergangenen Tagen im Bereich des Waldes Richtung Pöttsching Angriffe durch einen Greifvogel gemeldet. Die Gemeinde bittet um Vorsicht.

Von Viktoria Sieber. Erstellt am 03. Juli 2021 (06:10)
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Greifvögel greifen meist den höchsten Punkt an, bei Menschen ist es der Kopf.
zVg, zVg

Im Frühling und Frühsommer, etwa März bis Ende Juni, brüten die Greifvögel ihre Jungen aus. Das Aufziehen der Jungtiere dauert oft bis Ende Juni/ Anfang Juli.

Im Frühling und im Sommer sind Angriffe nicht auszuschließen. In Sigleß kam es in den vergangenen Tagen zu Angriffen. Im Bereich des Waldes Richtung Sigleß (verlängerte Sauerbrunnerstraße bis nach der Autobahnbrücke) dürfte sich eine Brustelle des Vogels befinden. „Es wurden mehrere Angriffe bei uns gemeldet. Bei einem Angriff wurde ein Jogger verletzt. Der Jogger ist bei seiner täglichen Runde am Kopf angegriffen worden. Er hat leichte Verletzungen am Kopf. Wir sind froh, dass dies glimpflich ausgegangen ist und er nur leicht verletzt worden ist. Der Angriff hätte natürlich auch ganz anders ausgehen können. Wir ersuchen die Bevölkerung daher diese Bereich, in nächster Zeit zu meiden und sehr vorsichtig in diesem Abschnitt zu sein, vor allem auf Kinder muss acht gegeben werden“, so Vize-Bürgermeisterin Ulrike Kitzinger, SPÖ.

Greifvögel haben oft in der Nähe eines Waldweges oder eines Waldrandes ihre Nester und so sehen die Jogger oder Spaziergeher leicht als Bedrohung für ihre Brut. Es kommt nur selten zu Verletzungen, da es meist nur zu einem Vergrämmungsflug kommt. Dies bedeutet, dass der Vogel zuerst dem „Eindringling“ einen Schreck einzujagen versucht. Manchmal kommt es zum Einsetzen der Krallen, aber selbst dies endet meist nur in blutigen Kratzern oder kleinen Wunden. Greifvögel verhalten sich so, als würden sie Artgenossen vertreiben.

Jungtiere werden von Mai bis Juli flügge

„In den Monaten Mai bis Juli werden die Jungvögel langsam flügge und verlassen das heimische Nest. Die Vogeleltern empfinden die am Boden vorbeilaufenden, fahrenden oder spazierenden Menschen als Bedrohung und es kommt zu einem Angriff“, heißt es aus der Gemeinde Sigleß. Die Tiere greifen meist von hinten an, sodass man den Angriff nicht sieht. Meist wird der Kopf angegriffen. Daher ist es praktisch, wenn der Kopf geschützt wird.