Wohnbauprojekt in Schattendorf startet im Frühjahr. Im Frühjahr starten die Bauarbeiten für zehn Wohneinheiten für das „Betreute Wohnen Neu“. Nach eineinhalb Jahren sollen die Wohnungen bezugsfertig sein.

Von Christian Artner. Erstellt am 06. Oktober 2019 (03:31)
zVg
Auf dem Grundstück neben dem Kindergarten sollen im nächsten Jahr zehn Wohnungseinheiten für betreutes Wohnen Neu entstehen.

Bei der letzten Gemeinderatssitzung vergangenen Dienstag wurde ein Grundsatzbeschluss von allen im Gemeinderat vertretenen Parteinen gefasst, der die Errichtung von zehn Wohneinheiten für das sogenannte Betreute Wohnen Neu einleiten wird. Auf einer Fläche von ungefähr 2.000m², die sich im Bereich des Kindergartens befindet, sollen acht Einzelzimmer- und zwei Doppelzimmerwohnungen entstehen; die Größe der Einzimmerwohnungen wird zwischen 35 und 40 m², die der Doppelzimmerwohnungen rund 55m² sein.

„Wir werden hoffentlich noch heuer den Spatenstich setzen können. Baubeginn wird das Frühjahr 2020 sein. Die Bauzeit wird maximal eineinhalb Jahre betragen“, fasst Bürgermeister Johann Lotter den Zeitplan zusammen. Das Grundstück befindet sich bereits im Eigentum der Gemeinde, lediglich eine Umwidmung von Grün- auf Bauland muss noch vorgenommen werden. Eine Pflegebedürftigkeit (Pflegestufe eins bis vier) stellt eine Voraussetzung dar, um solch eine Wohnung beziehen zu dürfen. Dies sei aber auch schon die einzige Bedingung: „Man muss nicht unbedingt Schattendorfer sein. Auch Personen aus Loipersbach, Baumgarten, Draßburg usw. können dort ihr neues Heim finden.“

Den Bau wird die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft verantworten; gebaut wird für den Samariterbund Burgenland, der zugleich auch für die Betreuung durch eine diplomierte Pflegekraft sorgen wird. Die genauen Kosten für den Bau werden noch eruiert. „Momentan könnte ich nur schätzen. Es laufen noch die Planungsmaßnahmen, danach erfolgt eine Kostenaufstellung. Erst dann können wir konkrete Zahlen nennen.“

„Momentan könnte ich nur schätzen. Es laufen noch die Planungsmaßnahmen, danach erfolgt eine Kostenaufstellung. Erst dann können wir konkrete Zahlen nennen."

Die Grundkonzeption des Neuen betreuten Wohnens, die im Rahmen des „Zukunftsplans Pflege“ im Mai vorgestellt wurde, beruht auf der „Versorgung von mehreren betreuten Wohneinheiten, welche sich im Nahebereich zu einer stationären Einrichtung oder zum Standort eines mobilen Anbieters befinden sollen“, wie es in der Broschüre zur Bedarfs- und Entwicklungsplanung 2018-2030, erstellt vom Land Burgenland, heißt. Diese stationäre Einrichtung ist mit dem Pflegekompetenzzentrum in Draßburg gegeben.

„Es ist eine neue, angenehme Form des Wohnens. Das Gemeinsame ersetzt das Einsamen. Das ist die Kernaussage. Es wird auch einen gemeinschaftlichen Aufenthaltsraum geben, einen Raum, um sich körperlich zu bewegen und auch Möglichkeiten zum Garteln“, erklärt Lotter. Wichtig war es den Entscheidungsträgern auch, dass diese Wohnungen in Zentrumsnähe gebaut werden und nicht am Rande der Ortschaft. „Das Gemeindezentrum ist gleich in der Nähe, genauso wie die Kirche, der Kindergarten und die Schule. Dieses Kommunikative war uns sehr wichtig. Dafür ist der Platz dort optimal“, so Bürgermeister Lotter.