Bezirk Mattersburg schrumpft weiter

2016 gab es mehr als ein Viertel mehr Sterbefälle als Geburten.

BVZ Redaktion Erstellt am 07. Juni 2017 | 12:35
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Foto: BVZ

Sieht man sich die Geburtenbilanz im Bezirk an, zeigt sich: 2016 sind mehr als ein Viertel mehr Menschen gestorben als geboren wurden. Ohne Zuzug würde der Bezirk also langsam aussterben. 317 Geburten stehen 399 Sterbefälle gegenüber. Nur sieben der 19 Gemeinden wachsen zumindest ein wenig. Über eine kleine positive Entwicklung darf sich die Bezirkshauptstadt freuen: Mit 70 zu 64 haben die Geburten einen leichten Überhang.

Bevölkerungsveränderung Bezirk Mattersburg 2016

Bevölkerungsveränderung Mattersburg 2016
Bevölkerungsveränderung Bezirk Mattersburg 2016
Statistik Austria

Extrem: Neudörfl, Draßburg und Wiesen

„Schwer“ trifft es Neudörfl, dass eine Negativbilanz von 28 hat. Bürgermeister Posch hat dazu aber eine logische Erklärung: „Wir haben ein Landespflegeheim, in dem 150 Bewohner untergebracht sind. In einem Pflegeheim liegt es in der Natur der Sache, dass die Menschen auch in diesem sterben. In Neudörfl sind ja alte Menschen aus dem ganzen Burgenland untergebracht. Da ist die Sterbehäufigkeit natürlich höher.“ Auch Draßburg hat ein Pflegezentrum und eine hohe negative Geburtenbilanz.

In Wiesen sieht es auch ohne Seniorenheim ähnlich aus: Hier sind fast doppelt so viele Menschen gestorben als geboren wurden. Den 14 Babys stehen dort 31 Todesfälle gegenüber.