20.000 Euro weg: Eigene Frau gewürgt

Erstellt am 14. März 2022 | 05:32
Lesezeit: 2 Min
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Aus dem Safe in der Wohnung des Angeklagten waren 20.000 Euro und Goldschmuck im Wert von 9.000 Euro verschwunden.
Foto: Symbolfoto: ajcabeza, shutterstock.com
28-Jähriger rastete aus, als er leeren Safe sah. Wegen Nötigung und Körperverletzung verurteilt: Sechs Monate auf Bewährung.
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Am 14. November 2021 hatte ein 28-jähriger Arbeiter aus dem Raum Mattersburg entdeckt, dass aus seinem Safe Geld und Schmuck fehlten.

20.000 Euro und eine Schatulle mit Goldschmuck im Wert von 9000 Euro fehlten. Der 28-Jährige hatte seine 22-jährige Gattin im Verdacht, Geld und Schmuck weggenommen zu haben. „Ich wollte wissen, wo das Geld ist“, berichtete er am Montag vor Richterin Karin Lückl.

Er soll die Frau an den Armen gepackt, sie geschüttelt, gegen die Wand gedrückt und aufs Bett geworfen haben. Dort soll er ihr mit den Fäusten den Hals zugedrückt haben, sodass ihr die Luft wegblieb. Würgemale am Hals wurden später im Spital festgestellt.

Der Angeklagte bekannte sich teilweise schuldig. Er bestritt, seine Frau gewürgt oder gar mit dem Umbringen bedroht zu haben. Seit vier Jahren sei er verheiratet, in dieser Zeit habe es dreimal „gröberen“ Streit gegeben, ansonsten nur mündliche Auseinandersetzungen.

Bei Streitigkeiten mehrfach tätlich geworden

Bei „gröberen“ Streitigkeiten habe er seine Frau an den Oberarmen gepackt und an die Wand gedrückt, nie jedoch geschlagen. „Schlagen – das würde ich nicht“, sagte der Angeklagte. „Das weiß meine Frau ganz genau. Ich bin nicht so einer!“ Die 22-jährige Ehefrau machte von ihrem Recht Gebrauch, nicht gegen ihren Mann aussagen zu müssen.

Eine Polizistin und ein Polizist, die mit der Anzeige zu tun gehabt hatten, berichteten, dass die 22-Jährige eingeschüchtert gewirkt habe. Der 28-Jährige wurde zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Er zeigte sich damit einverstanden.

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