Mattersburg

Erstellt am 12. Januar 2019, 02:52

von Elisabeth Kirchmeir

Bei Einbruch 1.000 Euro erbeutet. Ein 31-jähriger Ungar brach in eine Kegelbahn ein und holte 1.000 Euro aus der Registrierkassa.

Symbolbild  |  APA (dpa/Symbolbild)

In seiner Heimat Ungar ist der 31-jährige Angeklagte kein unbeschriebenes Blatt: Mehrfach war er bereits verurteilt worden, auch wegen Diebstählen. Am 6. Juli 2018 war der Mann nach Österreich gereist, offenbar mit dem Ziel, hier Einbruchsdiebstähle zu begehen.

Vermutlich mit einem oder mehreren Komplizen verschaffte er sich Zutritt zu einer Kegelbahn in Baumgarten. Die Einbrecher kletterten über den Zaun, der die Liegenschaft umgibt, und schlugen mit einem Hammer, den sie angeblich am Gelände fanden, ein Fenster ein.

Sie nahmen die Registrierkassa mit, brachen diese auf und entnahmen 1.000 Euro. Diese Tat gab der Ungar, der am 9. November 2018 verhaftet worden war, zu. Er bestritt aber, in derselben Nacht in Neudörfl am Diebstahl von vier Fahrrädern beteiligt gewesen zu sein.

Polizei stellte Spuren von Schuhen sicher

Die Kriminalpolizei hatte einen Zusammenhang zwischen den Tatorten in Neudörfl und Baumgarten hergestellt, weil beide Male Schuhabdruckspuren sichergestellt worden waren, die auf denselben Täter hinwiesen. In Neudörfl waren die Täter in drei private Gärten eingedrungen, indem sie eine Gartenmauer, ein Eingangstor und einen Zaun überkletterten und danach in einem Fall durch eine nicht versperrte Seitentüre in eine Garage gelangten. Die gestohlenen Fahrräder hatten einen Wert von rund 3300 Euro. „In Neudörfl war ich nicht“, behauptete der Angeklagte. Er sei nach der Tat in Baumgarten gleich wieder nach Hause gefahren. Auch zu einem Kupferkabeldiebstahl im Jahr 2013 in Ebreichsdorf bekannte er sich nicht schuldig. Richterin Karin Lückl verurteilte den Mann zu 18 Monaten Freiheitsstrafe, davon 12 Monate bedingt. An eine Versicherung muss er für die gestohlenen Fahrräder 1275 Euro bezahlen. Der Ungar nahm das Urteil an.