Ehefrau wurde brutal gequält. Ein 39-jähriger türkischer Staatsbürger soll seine Gattin geschlagen und mit Gewalt zum Sex gezwungen haben.

Von Elisabeth Kirchmeir. Erstellt am 28. September 2017 (10:50)
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APA

„Es mag sein, dass ich meine Frau geschlagen habe, aber nicht so, dass sie blaue Flecken davontrug“ – Mit dieser Aussage verblüffte der angeklagte 39-jährige türkische Staatsbürger den Schöffensenat.

Vor Gericht steht er, weil er seine Frau im Juni 2016 in der ehelichen Wohnung im Bezirk Mattersburg mit der Faust und einer Fernbedienung geschlagen haben soll. Ein Vergewaltigungsversuch am 14. August 2016 soll nur aufgrund des beherzten Eingreifens der Nachbarn vereitelt worden sein, die die Polizei verständigten.

Mann soll Frau mit Tod gedroht haben

Im Zuge des Scheidungsprozesses soll der türkische Staatsbürger, der der deutschen Sprache nur unzureichend mächtig ist, seine Frau mit dem Umbringen bedroht haben. „Ich fühle mich nicht schuldig“, sagte der Angeklagte, der nach dem Vorfall im August 2016 aus der gemeinsamen Wohnung weggewiesen wurde.

Eifersucht könnte ein Motiv für die Misshandlungen sein, die der Mann an seiner Frau begangen haben soll. Mehrfach setzte er vor Gericht zu Schilderungen hinsichtlich eines vermuteten Nebenbuhlers an.

„Ich glaube Ihnen überhaupt nicht“, hielt Gerichtspräsident Karl Mitterhöfer dem Mann vor. Der Prozess wurde zur Einvernahme weiterer Zeugen vertagt.