Historisches Ergebnis: VP erstmals im Bezirk voran. Zum ersten Mal in der zweiten Republik landete die ÖVP im Bezirk bei einer Wahl vor der SPÖ: Die ÖVP holte 35,5 Prozent, die SPÖ landete bei 31,6 Prozentpunkten.

Von Richard Vogler. Erstellt am 01. Oktober 2019 (11:33)
APA (dpa)
Symbolbild

Der bundesweite Trend macht sich auch im Bezirk Mattersburg bemerkbar, was zu einem Novum führt: Erstmalig in der Zweiten Republik liegt die ÖVP (35,5 Prozent) vor der SPÖ (31,6 Prozent).

Als „historisches Ergebnis“ bezeichnet Bezirksparteiobmann Christian Sagartz das Wahlergebnis der Volkspartei im Bezirk Mattersburg. „Ich danke allen Wählern, allen Kandidaten und den Funktionären im Bezirk, die für Sebastian Kurz gemeinsam angepackt haben. Zum ersten Mal ist die Volkspartei im Bezirk Mattersburg auf dem ersten Platz!“, freut sich Christian Sagartz.

BVZ

Geht es nach Sagartz, so haben die Wähler ein eindeutiges Zeichen gesetzt. „Der erfolgreiche Weg von Sebastian Kurz für Österreich geht weiter. Wir freuen uns sehr über dieses Ergebnis unserer Kandidaten – Andreas Feiler, Claudia Weinzettl, Martina Windisch und Anneliese Rothleitner-Reinisch. Ihr Einsatz für Sebastian Kurz hat sich gelohnt.“ Die SPÖ holte bei den Wahlen 2017 36,4 Prozent – ein Minus von 4,8 bedeutet 31,6 Prozent. Für SPÖ-Bezirksobmann Christian Illedits ist das Ergebnis im Bezirk „ernüchternd und enttäuschend. Wir werden das Ergebnis nun analysieren und werden es bereits diese Woche auf Bezirksebene besprechen. Ein paar Gemeinden haben sich mehr ins Zeug gelegt, manche weniger. Wir werden unsere Schlüsse ziehen und auf die Landtagswahlen hinarbeiten.“

Der große Zugewinn der Grünen war auch im Burgenland deutlich erkennbar und der Bezirk Mattersburg war top: Dort gab es mit 6,9 Prozent den höchsten Zugewinn von allen burgenländischen Bezirken. Der Forchtensteiner Wolfgang Weber ging als Spitzenkandidat auf der Landesliste ins Rennen. „Natürlich ist dies ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis. Wir haben von den Wählern positive Signale empfangen und ich habe gehofft, dass wir dazugewinnen. Dass es in diesem Ausmaß ausfällt – da bin ich sehr überrascht. Vor allem der Zugewinn im Burgenland ist toll“, berichtet Weeber.

Die Freiheitlichen verloren im Bezirk Mattersburg 7,2 Prozent, was ein deutliches Minus darstellt.

„Die Gründe dafür sind klar – wir haben im Burgenland und dem Bezirk den Tschürtz-Bonus“, hält der Forchensteiner Paul Strobl, auf der FPÖ-Landesliste Spitzenkandidat, fest. Nach den Ursachen für die blaue Niederlage gefragt, schließt sich Strobl der vorherrschenden blauen Meinung an: „Nach dem Ibiza-Video habe ich mir nicht gedacht, dass uns das schadet. Nach dem zweiten Vorkommnis (Anm.: Die FPÖ-Spenden-Affäre) war mir klar, dass wir einiges an Prozentpunkten verlieren werden.“

So hat eure Gemeinde gewählt - hier findet ihr alle Gemeindeergebnisse!

Detaillierte Analysen, alle Sprengelergebnisse, die Verteilung der Vorzugsstimmen, die besten Sager sowie die Tops und Flops der Parteien findet ihr ab Mittwoch in der Printausgabe der BVZ und im ePaper.