Impfstart für Pädagogen löste viele Krankenstände aus

In der Volksschule und der Mittelschule Schattendorf meldete sich die gesamte erste Impfgruppe am Montag krank.

Richard Vogler
Richard Vogler Erstellt am 20. März 2021 | 03:23
Impfung als Eintrittspass für Lokale und Veranstaltungen
Symbolbild
Foto: dpa

Vergangenes Wochenende starteten laut Covid-Impfplan die Impfungen der Pädagogen der Volks- und der Mittelschulen. Alle mit dem viel diskutierten AstraZeneca-Impfstoff.

Die Schulleiterin der Volksschule und der Mittelschule Schattendorf, Petra Leitgeb schildert: „An unseren beiden Schulen haben sich die Pädagogen freiwillig zur Impfung angemeldet. Wir arbeiteten vorab schon einen ‚worst case-Notfallplan’ aus und haben uns deshalb in zwei Gruppen aufgeteilt.“ Vergangenen Samstag war es dann für die erste Gruppe soweit. Sie hatte ihren ersten Impftermin, den die meisten Pädagogen in der Mattersburger Bauermühle wahrnahmen. „Dort lief die Organisation wirklich bestens und perfekt ab“, ist die Direktorin voll des Lobes.

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„Aber leider klagten alle Geimpften unserer Schulen über mehr oder minder starke Impf-Nebenwirkungen, die von Kopf- und Gliederschmerzen, bis zu Fieber, Schüttelfrost und großer Müdigkeit reichten. Am Montag mussten alle Geimpften zu Hause das Bett hüten. Der Unterricht konnte aber ganz normal stattfinden“, schildert Petra Leitgeb die Situation. Von der Mattersburger Mittelschule wurden am Wochenende 25 Lehrkräfte geimpft. „Am Montag hatten wir zehn Krankenstände, am Dienstag ist diese Zahl bereits zurückgegangen“, berichtet Schulleiterin Uschi Piller. Laut Rafaela Strauß, Leiterin der Mattersburger Volksschule, gab es nur „vereinzelt Krankenstände. Wir haben toughe und pflichtbewusste Mädels an der Schule.“

Nur zwei Krankenstände in Forchtenstein

In der Volksschule Forchten-stein waren am Montag dieser Woche ebenfalls zwei von neun Lehrkräften im Krankenstand. „Bei der Personalplanung wurde bereits vorab auf mögliche Krankenstände Rücksicht genommen. Der Betrieb konnte ohne Schwierigkeiten durchgeführt werden“, berichtet Leiterin Silke Teuschl.

In der Volksschule Zemendorf sind drei von fünf Lehrkräften geimpft worden. Keiner der Lehrkräfte ist in Krankenstand gegangen und der Betrieb läuft weiter aufrecht und normal weiter.

In Hirm wurde nur Direktorin Csmarits Heide geimpft. Sie ist noch im Krankenstand und seit heute fieberfrei. Sie wurde in Eisenstadt geimpft. Der Betrieb der Volksschule läuft normal.

In Antau wurden die Direktorin und eine weitere Lehrkraft geimpft. Die Lehrkraft war gestern in Krankenstand.

In Sigleß wurden alle (sieben von sieben) Lehrkräfte geimpft. Sie wurden in Mattersburg geimpft und der Betrieb läuft normal. Es war und ist keiner im Krankenstand. Direktorin Ingrid Luftensteiner von der VS Bad Sauerbrunn berichtet: „Da einige Lehrkräfte auch beim Roten Kreuz tätig sind, haben diese die Impfung bereits früher erhalten. Somit konnte der Betrieb in unserer Schule ganz normal aufrechterhalten werden und es hat sich gut aufgeteilt. Geimpft wurde das Personal in den jeweiligen Heimatbezirken. Ein Freizeitpädagoge und eine Lehrkraft waren im Krankenstand.“

Einzig in Neudörfl wollen die Direktoren Martin Pöttschacher (Volksschule) sowie Brigitte Knotzer (Mittelschule) keine Stellungnahme dazu abgeben.

Das Impf-Wochenende beim burgenländischen Lehrpersonal sei trotz Ausfällen gut über die Bühne gegangen, lautete eine erste Bilanz von Seiten der Bildungsdirektion. All jene, die sich freiwillig für die Covid-Impfung gemeldet hatten, seien auch zum Zug gekommen. Mit den bekannten Nebenwirkungen habe man rechnen müssen. Etwaige Ausfälle habe man im Vorfeld auch einkalkulieren müssen, sagt Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz im BVZ-Gespräch: „Es war einiges an Organisation nötig, aber wir waren auch darauf vorbereitet. Der Schulbetrieb konnte aufrecht erhalten werden und die Ausfälle wurden und werden ja bereits sukzessive abgebaut.“ Generell läuft der Betrieb an den burgenländischen Bildungseinrichtungen; mit der Impfung erhofft man sich nun zusätzliche Erleichterung im Schul-Alltag.