Langes Strafregister: 23-Jähriger erhielt 9. Urteil!

Ex-Freundin bestohlen, Haustüre eingetreten, auf unbekannten Lenker hingeschlagen: Sieben Monate Haft für Angeklagten aus dem Bezirk Mattersburg.

Erstellt am 11. Februar 2021 | 03:45
Gericht Symbolbild
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Foto: Von Zolnierek, Shutterstock.com

Am 23. April 2020 hat es bei dem 23-jährigen Angeklagten aus dem Bezirk Mattersburg wieder einmal „den Schalter umgelegt“.

Damals stand er mit einem Freund vor einem Wohnhaus in Eisenstadt und rauchte. Der Freund lehnte sich bei einem geparkten Auto an. Ein Bewohner schaute aus dem Fenster und rief etwas herunter.

„Da bin ich bei der Türe hineingegangen“, sagte der Angeklagte vor Gericht.

„Hineingegangen“ – das bedeutet: Er hat die Glastüre eingetreten. Dabei kannte er den Mann, der aus dem Fenster geschaut hatte, gar nicht.

Wütend war der 23-Jährige auch am 5. Mai des Vorjahres.

Damals saß er am Beifahrersitz eines Autos, das sein 24-jähriger Freund lenkte. Sie waren auf einer Auffahrt zur Schnellstraße S31 unterwegs, vor ihnen fuhr ein 33-jähriger Mann in einem Kastenwagen.

„Das Auto hinter mir fuhr knapp auf“, berichtete der 33-Jährige als Zeuge. „Es sah so aus, als ob der Lenker innen überholen wollte.“

Der irritierte Lenker stieg auf die Bremse.

„Er wollte uns abdrängen!“, ärgerte sich der Angeklagte.

Konflikt eskalierte vor Supermarkt

Auf der Schnellstraße hatte er dann ein Desinfektionsfläschchen auf den Kastenwagen geworfen. „Ich bin erschrocken und verriss das Auto“, berichtete der 33-Jährige.

Am Parkplatz eines Eisenstädter Supermarktes trafen die Beteiligten aufeinander.

Der Angeklagte stürmte auf den Kastenwagen-Fahrer zu und stieß ihn zurück ins Auto. „Ich wollte das Kennzeichen des Autos fotografieren und die Polizei verständigen“, berichtete der 33-Jährige. Der Angeklagte schlug ihm das Handy aus der Hand, trat und schlug den 33-Jährigen, der dabei leicht verletzt wurde.

„Ich war auf Spice“, sagte der Angeklagte.

Vorgeworfen wurde ihm auch, bei seiner Ex-Freundin in Mattersburg am 30. April 2020 einen Küchenschrank und einen Tag später eine Außenjalousie beschädigt zu haben. Auch stahl er der Frau die Bankomatkarte aus der Geldbörse und behob damit 500 Euro.

„Ich will mich ändern“, beteuerte der Angeklagte.

„Wie oft haben Sie das vor Gericht schon gesagt?“, hielt Staatsanwalt Roland Koch dem Angeklagten vor.

Dieser wurde zu 21 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt, davon sieben Monate unbedingt. 500 Euro muss er an die Republik bezahlen.