Noroviren-Verdacht: Nur zwei Schulen „positiv“

In zwei Bildungseinrichtungen bestätigte sich der Verdacht auf Noroviren. Tests in weiteren Schulen fielen negativ aus.

Erstellt am 23. Mai 2019 | 03:46
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Norovirus Symbolbild
Foto: shutterstock.com/Jarun Ontakrai

In der vergangenen Woche haben sich die Noroviren-Verdachtsfälle im Bezirk Mattersburg gehäuft. Nachdem am Donnerstag vor zwei Wochen die erste mutmaßliche Infektion in der Volksschule Draßburg bekannt wurde und am Montag vergangener Woche auch Symptome des Virus in der Neuen Mittelschule in Schattendorf auftraten, regte sich inzwischen auch in der Neuen Mittelschule in Mattersburg, in zwei Kindergärten in Neudörfl und in der Volksschule in Rohrbach der Verdacht, Kinder und Jugendliche hätten sich mit Noroviren angesteckt.

In allen betroffenen Bildungseinrichtungen wurden Stuhlproben der Kinder entnommen und an die AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) in Graz geschickt, wo sie auf das Virus getestet wurden. Einzig in Draßburg und in Neudörfl fielen die Tests hinsichtlich Noroviren tatsächlich positiv aus, wird von Seiten der Bezirkshauptmannschaft Mattersburg bekannt gegeben. Zusätzlich wird auch auf Rota- und Sapoviren getestet.

Maßnahmen sofort eingeleitet

Die Schulen und Kindergärten wurden nach Bekanntwerden der Fälle unverzüglich geschlossen und entsprechend dem Epidemiegesetz alle Räumlichkeiten einer umfassenden Desinfektion unterzogen. Als zusätzliche Maßnahme, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wurde mittlerweile von der Bezirkshauptmannschaft angeordnet, dass auch Geschwister erkrankter Kinder, die möglicherweise Schulen oder Kindergärten besuchen, die noch nicht betroffen sind, nicht am Unterricht teilnehmen oder in Betreuung gegeben werden dürfen, erklärt Bezirkshauptmannstellvertreter Werner Karner.

Noroviren sind hochinfektiös. „Eine Ansteckung kann fäkal-oral erfolgen. Viren werden mit dem Stuhl ausgeschieden und über die Hände, wenn diese nicht gründlich gereinigt werden, auf andere Personen übertragen. Oder aerogen: Beim Erbrechen gelangen die Viren in die Luft und werden eingeatmet. Drittens, indirekt über kontaminierte Flächen, wenn sich Noroviren z.B. auf Türklinken befinden oder über kontaminierte Lebensmittel“, berichtet Dr. Josefine Weninger, Amtsärztin der BH Mattersburg.