Schulstart: Ernst des Lebens beginnt

Erstellt am 31. August 2018 | 02:50
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In der Mattersburger Volksschule hat man im heurigen Jahr eine Schulbibliothek eingerichtet, die dann von den 78 Taferlklasslern benutzt werden kann. Im Bild Bürgermeisterin Ingrid Salamon, Landesrätin Verena Dunst, Nachmittagsbetreuerin Tanja Lorenz, Direktorin Rafaela Strauß sowie SchülerInnen in der Schulbibliothek.
Foto: BVZ
Am 3. September beginnt das neue Schuljahr. Bei der Anzahl der Taferklassler legte der Bezirk zu: 17 Schüler mehr als im vergangenen Jahr starten heuer mit der Volksschule
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Der Ernst des Lebens beginnt heuer am 3. September und im Vergleich zum Vorjahr gibt es mehr Taferlklassler: 2017 waren es insgesamt 381, heuer werden es 398 sein. Den größten „Schwund“ gab es in der Bad Sauerbrunner Volksschule: Im Vorjahr gab es 37 Taferklassler, heuer nur 24. Den größten Anstieg bei der Zahl der neuen Volksschüler gibt es in Forchtenstein. Nachdem 2017 14 Schüler begannen, werden es heuer 29 sein.

Eine Direktorin für zwei Schulen?

In anderen Landesteilen hat das Schulclustering, bei dem Kräfte und Ressourcen gebündelt werden, bereits eingesetzt und kleinere Schulen werden von einem Direktor geleitet. Der Mattersburger Bezirk blieb (noch) davon „verschont“, bereits heuer könnte sich dies ändern. Die Neudörfler Volksschuldirektorin Luzia Eitzenberger wird mit November 2018 den Ruhestand antreten. Für die Nachfolge hat sich der Forchtensteiner Schulleiter Martin Pöttschacher beworben. Fällt die Wahl auf ihn, so wird die Wiesener Direktorin Heidi Baswald Wiesen und Forchtenstein gemeinsam leiten. In der Bezirkshauptstadt gibt es 78 Taferlklassler, dies sind um neun mehr als vor einem Jahr. „Wir haben vier Klassen und eine Vorschulklasse“, so Schulleiterin Rafaela Strauß. Worauf die Direktorin besonders stolz ist: Insgesamt 17 verschiedene Sprachen werden von den 270 Kindern der Volksschule Mattersburg beherrscht. „Ich sehe es als Vielfalt und Bereicherung, 17 verschiedene Kulturen zu leben und erleben,“ so die Direktorin.

Förderung der Lesekompetenz

Seit Mai dieses Jahres gibt es in der VS Mattersburg auch eine eigene Schulbücherei mit rund 1000 Buchtiteln, ein PC steht den Kindern in der Bibliothek für Recherchen zur Verfügung. „Fakt ist, dass der Bildungserfolg von Schülern ganz wesentlich auch von deren Lesekompetenz abhängt,“ erklärt Strauß. Das beginnende Schuljahr ist sowohl für Eltern als auch für „Taferlklassler“ der Beginn eines neuen Lebensabschnittes und mit vielen Veränderungen verbunden. Die Initiative „Schulstartgeld“ von Landeshauptmann Hans Niessl ermöglicht eine finanzielle Starthilfe, die für alle Erstklassler in Höhe von 100 Euro vom Familienreferat einmalig ausbezahlt wird. Das Kind muss lediglich seinen Hauptwohnsitz im Burgenland haben und erstmals die erste Klasse Volksschule besuchen. Bürgermeisterin Ingrid Salamon begrüßt diese Initiative: „Bildung muss für alle leistbar bleiben und gerade beim Schulstart fallen für die Eltern Kosten an, die für viele eine große Belastung darstellen“, so die Bürgermeisterin.

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