Stundenlanger Exzess: 21-Jähriger schlug Freundin. Ein 21-jähriger Mann schlug und trat seine Freundin und demolierte ihre Wohnung.

Von Elisabeth Kirchmeir. Erstellt am 28. Oktober 2018 (04:08)
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Mehrere Jahre dauerte das Martyrium der Kremserin, die nun ihrem Peiniger entkommen konnte. Der einer Reihe von Gewalttaten dringend verdächtige Mann wurde verhaftet.
Symbolfoto: Shutterstock/Viacheslav Yakobchuk

Ohne Beschäftigung, unsteten Aufenthalts, zweifach vorbestraft und die eigenen Gefühle nicht im Griff – schlechte Voraussetzungen für den 21-jährigen Angeklagten, ein geordnetes Leben zu führen. Am Montag dieser Woche wurde er zu einer teilbedingten Haftstrafe verurteilt. Er kenne keine Angst und keine Grenzen, soll der Mann seiner Freundin, mit der ihn eine lose Beziehung verband, im Sommer 2018 gedroht haben. Am 26. Juli suchte er sie auf, schlug sie mit der Faust, warf eine Holzschatulle nach ihr und zertrümmerte in der Wohnung diverse Gegenstände, darunter einen Computer und das Fernsehgerät. Auch zwei Fenster und drei Innentüren sowie der Pkw der Frau wurden beschädigt.

Verletzte Frau konnte nicht mehr aufstehen

In der Nacht von 17. auf 18. August schlug und trat er über 16 Stunden hinweg immer wieder auf die Frau ein, die dabei erhebliche Verletzungen erlitt. Sie lag bereits am Boden, als er ihr drohte, er werde sie nochmals treten, wenn sie nicht aufstehe. Dazu war die Frau allerdings wegen ihrer Verletzungen nicht mehr in der Lage. Zuvor hatte er sich gewaltsam Zutritt zum Grundstück verschafft und versucht, die Frau zur Herausgabe des Handy-Codes zu nötigen, indem er ihr ein Küchenmesser vors Gesicht hielt. „Ich habe nie gesagt, dass ich sie umbringe“, behauptete der Angeklagte.

Er gab aber zu, ihr gedroht zu haben, „dass sie etwas erleben werde“, weil sie zur Polizei gegangen sei. Auch für die massiven Sachbeschädigungen übernahm der junge Mann die Verantwortung. Richterin Karin Lückl verurteilte ihn zu 16 Monaten Freiheitsstrafe, davon drei Monate bedingt. An das Opfer muss er 9.000 Euro für die erlittenen Schmerzen und den Sachschaden bezahlen. „Ich bin zufrieden und nehme das Urteil an“, erklärte der Angeklagte, der seit 26. August in Untersuchungshaft sitzt.