Tötungsdelikt in Rohrbach: Details zum Täter. Der mutmaßliche Täter wohnte in nächster Nähe zum Opfer und hatte vor wenigen Jahren selbst einen Schicksalsschlag zu überwinden - BVZ hat sich in Rohrbach umgehört.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 12. November 2018 (17:24)
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Rückblick: Tödliche Messerattacke am Martini-Wochenende

In der Nacht von Samstag auf Sonntag, 10. auf 11. November, wurde eine 75-jährige Rohrbacherin mit einem Messer attackiert und erlag nur wenig später ihren Verletzungen. Allerdings konnte sie mit letzter Kraft noch per Notruf den Namen des mutmaßlichen Täters nennen (BVZ hat berichtet): Es handelt sich um einen 31-Jährigen, ebenfalls aus Rohrbach, der mittlerweile in Polizeigewahrsam und geständig ist.

Täter erlitt selbst Schicksalsschlag 

Der Täter wohnte nur rund 200 Meter entfernt vom Haus der Frau, wo er die Tat beging (siehe Bild). Gemeinsam mit einer zweiten Person hat er der Frau seit geraumer Zeit für Gartenarbeiten ausgeholfen. Seine Eltern waren geschieden, die Mutter lebt mittlerweile mit dem anderen Sohn in Eisenstadt. Der Täter lebte im Haus gemeinsam mit seinem Vater, ehe das Schickschal vor drei Jahren zuschlug: Der Vater wurde leblos im Swimming Pool aufgefunden, Todesursache war ein Aneurysma.

Seitdem lebt er alleine im Haus, im Nachbarhaus sind seine Großeltern wohnhaft. Der Täter war seit vielen Jahren bei einem geschützten Arbeitsplatz in einer Tischlerei im Bezirk tätig. Vor einiger Zeit erlitt er einen Arbeitsunfall, bei dem sein Bein verletzt wurde. Seitdem befand er sich des öfteren wegen dieser Verletzung im Krankenstand. In der Ortschaft wird er als sehr  als sehr unauffällig beschrieben, hatte nie Probleme bereitet.