Tourismus-Minus für Region Rosalia-Neufelder-See-Platte. 4,9 Prozent weniger Ankünfte, 3,3 Prozent weniger Nächtigungen. Vor allem die Arbeiter und Festspielbesucher blieben aus.

Von Bettina Eder. Erstellt am 29. September 2017 (05:42)
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Tourismus. Neufeld soll im Vorstand vertreten sein.
BVZ, Symbolbild: Bilderbox

Ernüchternd fällt die Tourismus Statistik für die Region Rosalia-Neufelder-See-Platte aus. Knapp 3.400 Nächtigungen weniger sind von Januar bis Juli im Vergleich zum Vorjahr in der Region zu verzeichnen.

BVZ

Der größte Teil davon kommt aus der Stadt Mattersburg und Steinbrunn. Steinbrunn verliert etwa 19 Prozent, das sind absolut etwa 1.100 Nächtigungen, Mattersburg verliert mit 3.700 fast die Hälfte seiner Nächtigungen. Das ist vor allem auf die Rückgänge vom einzigen Beherbergungsbetrieb zurückzuführen. Alfred Bandat erklärt: „Wir hatten früher viele Busse in die Festspielgemeinden Mörbisch und Margarethen. Die lassen aus und die Arbeiter werden auch weniger.“

„Der Kurort hat wirklich ein gutes Angebot für Touristen. Wir stellen eine gute Infrastruktur zur Verfügung und investieren natürlich auch in eine Bewerbung unserer Angebote. Das macht sich jetzt offenbar bezahlt“, Elisabeth Kallinger-Iser, Bad Sauerbrunn

Dass man im kommenden Jahr gänzlich auf die Gäste der Opernfestspiele, die ja bekanntermaßen im Streit zwischen Esterházy und dem Land Burgenland abgesagt wurden, verzichten müsse, macht Bandat auch für das nächste Jahr nicht optimistisch. Bandat selbst ist auch Chef des Regionalverbandes und ergänzt allgemein: „Es ist einfach so, dass die Leute weniger Geld haben und die Firmen weniger Arbeiter einquartierten.“

„Wir haben definitiv in der Region zu wenig Angebot“, Andreas Wirth, Tourismuschef von Steinbrunn.

„Das Minus bis Juli begründet sich damit, dass sich Großveranstaltungen und auch Trainingslager in die zweite Jahreshälfte verschoben haben. Hinzu kommt, dass einige Hotelzimmer umgebaut wurden. Der September war im Vergleich dazu bereits extrem stark, wir haben da enorm aufgeholt und werden Ende 2017 auch keine negative Bilanz aufweisen“, Bernd Dallos, VIVA Steinbrunn.

„Das Minus bis Juli begründet sich damit, dass sich Großveranstaltungen und auch Trainingslager in die zweite Jahreshälfte verschoben haben. Hinzu kommt, dass einige Hotelzimmer umgebaut wurden. Der September war im Vergleich dazu bereits extrem stark, wir haben da enorm aufgeholt und werden Ende 2017 auch keine negative Bilanz aufweisen“, Bernd Dallos, VIVA Steinbrunn

Vom größtenteils durch Terrorangst ausgelösten „Heimattrend“ im Tourismus „hat die Region nichts gehabt. Wir haben keinen See und das Wetter war heuer ja auch nicht besonders.“ Eine der wenigen Gemeinden, in der die Nächtigungszahlen gesteigert werden konnten, ist Bad Sauerbrunn. Hier lobt man das eigenen Angebot.