Viel Laufen im Wahlkampf-Finish. SPÖ lobt Einsatz der Funktionäre, ÖVP gibt Bund viel Rückenwind, bei der FPÖ und den Grünen machten die Plakate Probleme.

Von Julia Gabler. Erstellt am 29. September 2017 (02:43)
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Sommerwahlkampf. Bereits im Juli und August machte sich Klubobmann Christian Sagartz mit Vize Michael Ulrich (l.) und Andreas Feiler (r.) auf Tour. Sie freuen sich über einen „durchgehend positiven“ Wahlkampf.
BVZ, zVg

Die letzten Tage vor der Wahl stehen an, die Spannung bei den Wahllisten und in der Bevölkerung steigt immer mehr. Mit Sonntag geht ein langer Wahlkampf zu Ende und die Parteien ziehen jetzt schon darüber Bilanz.

Unermüdlicher Einsatz der Funktionäre

Die SPÖ ist besonders stolz auf den „unermüdlichen Einsatz ihrer Funktionäre in den SPÖ-Ortsorganisationen“. „Es war eine Freude zu beobachten, wie schnell die teils neu organisierten Ortsorganisationen zu gut funktionierenden Einheiten zusammengewachsen sind“, ist Christian Illedits, Landtagspräsident und Bezirkschef der SPÖ, glücklich.

Der Wahlkampf ist aber noch nicht ganz vorbei: „Im Finish werden unsere Funktionäre jede freie Minute nutzen, um persönliche Gespräche mit den Bürgern zu führen. In vielen Gemeinden finden noch Veranstaltungen und Aktionen statt.“

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In der ÖVP freut man sich auch über die gute Stimmung in der Partei, die von Wien ins Burgenland zieht. „Wir erleben viel positive Stimmung: Sebastian Kurz ist eine Chance für Österreich! Mit diesem Rückenwind hoffen wir auf die entscheidenden Zugewinne in allen Gemeinden“, so ÖVP-Klubobmann und Bezirksparteiobmann Christian Sagartz. Dennoch waren die zeitgleichen Wahlkämpfe um Gemeinderäte und den Nationalrat eine organisatorische Herausforderung.

Sagartz hofft auf ein gutes Wahlergebnis der ÖVP, auch aufgrund der Kandidatenaufstellung: „Die Volkspartei stellt mehr Kandidaten als bei allen bisherigen Gemeinderatswahlen. Besonders freut uns: Mehr als ein Drittel unserer Gemeinderatskandidaten sind Frauen, dieser Anteil wächst stetig. 15 Prozent unserer Kandidaten sind jünger als 30 Jahre.“

Norbert Hofer als Publikumsmagnet

Von der FPÖ treten Kandidaten in zwölf Gemeinden in Mattersburg an und in einer Gemeinde eine freie Liste. Besonders positiv hebt Bezirkschef Sigi Steiner den Besuch von Norbert Hofer in Mattersburg hervor: „Cirka 400 Teilnehmer sind zur Veranstaltung gekommen und wollten mit Norbert Hofer reden.“

Trotzdem gab es einen Stolperstein: „Die Vereinbarung war, dass bei den Ausgaben gespart werden soll. Deswegen wurden günstigere Plakate in Auftrag gegeben. Einige dieser günstigeren Plakate haben sich im Regen fast aufgelöst und mussten neu gemacht werden“, so Sigi Steiner. Mit diesem Problem hatten auch die Grünen zu kämpfen und Plakate mussten mehrmals nachgeklebt werden, wie Bezirkssprecherin Sonja Sieber erklärt. Trotzdem ist sie positiv gestimmt: „In allen drei Gemeinden hatten wir neue Teams, die allesamt stark motiviert unterwegs waren.

Wir erhoffen uns einen Zugewinn und ein gutes Ergebnis für den 1. Oktober.“ In den letzten Tagen vor der Wahl ruht man sich aber nicht aus, das Motto ist: „Laufen. Laufen. Laufen. Wir werden noch viel auf der Straße unterwegs sein, Hausbesuche machen und persönliche Gespräch führen“, verspricht Sonja Sieber.