Wer fängt herrenlose Hunde ein?. Immer wieder kommt es vor, dass herrenlose Hunde aufgegriffen werden. Gemeinden und Polizei nehmen sich dieser an.

Von Doris Fischer. Erstellt am 14. Dezember 2018 (01:39)
Ausgebüchst. Kann der Besitzer nicht ausfindig gemacht werden, kommt der Hund in das Tierschutzhaus.
Symbolbild: Bilderbox

Eine nicht alltägliche Szene spielte sich vor Kurzem in Mattersburg ab: Ein ausgebüchster Hund lief durch die Straßen, hinter ihm ein Einsatzfahrzeug der Polizei. Eine Situation, die immer wieder vorkommt, obwohl die Polizeibeamten für derartige Einsätze nicht ausgerüstet sind. „Wir haben weder eine Leine noch eine Transportbox noch einen Beißkorb bei uns“, ist von Einsatzkräften zu hören. Zumeist werden herrenlose, freilaufende Hunde aber von Polizeibeamten eingefangen.

Und was passiert mit den eingefangenen Hunden? In Mattersburg befindet sich hinter dem Bauhof ein Hundekäfig, wohin herrenlose Hunde gebracht werden können, der Amtstierarzt wird gerufen. Dieser kann – sofern der Hund gechipt ist – den Besitzer ausfindig machen.

Wird jedoch der Besitzer nicht eruiert, springt die Gemeinde ein. „Wir sind rund um die Uhr mit einem Not- und Wochenenddienst erreichbar“, stellt Bürgermeisterin Ingrid Salamon fest. Hunde müssen in den wenigsten Fällen ins Tierschutzheim gebracht werden. „Die Gemeinde muss dann für die Verköstigung des Hundes zahlen“, so Salamon. Probleme mit freilaufenden Hunden gebe es selten, die meisten Vierbeiner seien gechipt.