Finanzen: Wiesen top. Platz 1 im Burgenland | Unter den 250 finanzstärksten Gemeinden Österreichs befinden sich dieses Jahr neun Gemeinden aus dem Bezirk. Wiesen ist bestplatziert im Burgenland.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 16. Juli 2020 (05:53)
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Bereits zum neunten Mal wurden österreichweit die Gemeindefinanzen vom KDZ, dem Zentrum für Verwaltungsforschung, auf Herz und Nieren geprüft. Dabei wurden die fünf Kennzahlen Ertragskraft, Verschuldung, Eigenfinanzierungskraft, Sparquote und finanzielle Leistungsfähigkeit herangezogen, um auf Basis dessen ein Bonitätsranking zu erstellen.

Die besten 250 Gemeinden aus ganz Österreich wurden nun im Gemeindemagazin „public“ vorgestellt. Auch der Bezirk Mattersburg ist wieder gut vertreten: neun Gemeinden schafften es auf die Liste, während es 2019 sieben waren.

Wie bereits im vergangenen Jahr ist Wiesen der Spitzenreiter unter den Bezirksgemeinden. Mit einem 14. Platz (der burgenlandweit 1. Rang) verbesserte man sich sogar noch um 21 Stellen. „Es freut mich überaus, dass unsere jahrzehntelange wirtschaftliche und soziale Politik Früchte trägt“, sag Bürgermeister Matthias Weghofer. „Trotz vieler umgesetzter Projekte, wie ein neues Feuerwehrhaus (Kosten 1,9 Millionen Euro), Sanierung der Volksschule und Schulhofes (1 Million Euro), Neugestaltung des Kirchenparks (600.000 Euro) und vieles mehr, ist die Marktgemeinde Wiesen schuldenfrei.“

In der burgenländischen Finanzstatistik liegt Wiesen mit Null Euro Schulden an erster Stelle. Weghofer ist seit fast 30 Jahren Bürgermeister und hat die Gemeinde mit vier Millionen Schulden übernommen. „Wir werden diesen wirtschaftlichen Kurs für die Bevölkerung von Wiesen fortsetzen und weitere Projekte wie etwa ein Naherholungsgebiet mit Streuobstwiese, einen Fitness- und Motorikpark sowie die Generalsanierung des Edelsbaches umsetzen.“

Neu auf die Liste der finanzkräftigsten Gemeinden schaffte es Sieggraben und belegte auf Anhieb einen hervorragenden 49. Platz. Bürgermeister Andreas Gradwohl: „Wir freuen uns sehr über diese tolle Platzierung. Wir haben unsere Aufgaben gut gemacht und in den vergangenen Jahren wirtschaftlich gearbeitet. Somit sind wir auch für die Zukunft bestens gerüstet.“

Wirtschaftliche Vernunft bei Investitionen

Auch die Gemeinden Antau und Loipersbach schafften es in die Top-100. Antaus Bürgermeister Adalbert Endl freut sich über das positive Abschneiden im Bonitätsranking (Platz 77). Das Ergebnis führt er nicht nur auf die steigenden Kommunalsteuern durch Betriebsansiedelungen zurück, sondern auch auf die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat. „Der Gemeinderat Antau bildet eine Einheit, die für Transparenz in ihrer Arbeit steht“, so Endl.

Loipersbachs Bürgmeister Erhard Aminger – man rangiert auf Platz 83 – legt großen Wert darauf, dass die Gemeinde auf einer soliden finanziellen Grundlage steht. „Trotzdem werden bei uns laufend zahlreiche finanzielle Investitionen vorgenommen wie die Errichtung einer Kindergarten-Krippe, die Straßensanierung oder die Errichtung eines Senioren-Tageszentrums. Seit Jahren schon werden bei uns die laufenden Investitionen und die anstehenden Projekte mit wirtschaftlicher Vernunft umgesetzt.“

Sparen, aber trotzdem sinnvoll investieren ist auch der Weg, den Krensdorf geht. „Nur so können wir als kleine Gemeinde erfolgreich sein, da wir auch nur wenig Einnahmen aus Kommunalsteuern verzeichnen können“, ist sich Krensdorfs Bürgermeister Karl Izmenyi sicher. Seine Gemeinde landete auf den 200. Platz und war ebenfalls ein Neueinsteiger in die Top-250.

Bürgermeister Josef Haider aus Zemendorf-Stöttera, das auf dem 210. Platz landete, war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Mehr Infos zum Bonitätsranking gibt es hier zu lesen: