Walbersdorfer Striezel ist top. „Unser´ täglich Brot“ prämiert jährlich die top Brote aus Niederösterreich, Steiermark und Burgenland. Heuer schaffte es Angelika Moser mit ihrem Striezel auf Platz 1.

Von Viktoria Sieber. Erstellt am 20. August 2020 (04:55)
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Der preisgekrönte Strietzel mit einer hausgemachten Marmelade.
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70 Brotbäuerinnen und Brotbauern aus Niederösterreich, der Steiermark und dem Burgenland stellten sich bei der diesjährigen Brotprämierung einer 24-köpfigen Fachjury. Nur Brote mit natürlichen Zutaten aus der Region und nach individuellen Hausrezepten gebacken stehen auf dem Prüfstand der Landes-Brotprämierung. Die bei der Landesbrotprämierung gezeigten Qualitäten, die geschmackliche Vielfalt sowie die zahlreichen Innovationen sind ein starkes Statement der heimischen Bäuerinnen gegen den industriellen Einheitsgeschmack, Geschmacksverstärker und künstliche Zusatzstoffe.

Striezel
Überreichung der Preise an die burgenländischen Teilnehmer der steirischen Brotprämierung 2020. Die Walbersdorferin Angelika Moser (5.v.l.) wurde für ihren Striezel prämiert. 
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Insgesamt konnten für das Burgenland 16 Stockerlplätze erreicht werden. Auch Angelika Moser, die heuer zum ersten Mal teilnahm, gewann mit ihrem Striezel in der Kategorie „Kunst aus Teig/Gebäck im Jahreskreislauf“ Gold. „Ich habe nur aus Spaß mitgemacht. Ich hab nicht gedacht, dass ich etwas gewinne“, so Moser. Für Moser ist diese Prämierung natürlich ein toller Gewinn. „So werde ich im Bezirk hoffentlich etwas bekannter.“

„Das Rezept stammt von meiner Großmutter“

Besonders ist der Striezel vor allem, da er noch als 6er Zopf geflochten wird. „Das Rezept stammt von meiner Großmutter. Sie hat mir auch das Flechten mit 6 Zöpfen gelernt“, so Moser. In den vergangenen Jahren hat sie das Rezept noch verfeinert. Aber nicht nur ihr Striezel kommt bei den Kunden gut an. Moser backt auch verschiedenste Brote. Vor allem die Regionalität und die Frische der Zutaten ist Angelika Moser sehr wichtig. So kommen alle Zutaten vom eigenen Betrieb „Ganz Gans“ in Walbersdorf.

Begonnen hat ihr Engagement fürs Kochen schon recht früh und so hat sie eine Lehre zur Köchin gemacht. Weiters hat sie dann Erfahrungen mit der Leitung eines Restaurants gemacht bis hin zum Facharbeiter im zweiten Bildungsweg.

Bekannt ist Angelika Moser vor allem durch ihre Gänsezucht in Walbersdorf. Mosers Großvater gründete in der Nachkriegszeit die Landwirtschaft und die dazugehörige Direktvermarktung, dies führte dann ihr Vater weiter und vor zehn Jahren begann für Angelika Moser selbst das Abenteuer des eigenen Betriebes. Mit viel Engagement und dem Motto „Probier ma’s einfach“ strukturierte sie den Betrieb von Schweinezucht auf Gänsezucht um und bald kamen auch die Hühner mit dazu. Stufenweise begann Moser dann Produkte zu vervielfältigen und neue Produkte auf den Markt zu bringen, um hervorzustechen. Das Produktangebot ändert sich saisonal, da sie auf Zutaten aus ihrer eigenen Landwirtschaft setzt.

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Angelika Mosers Gänse sind im Bezirk Mattersburg schon bekannt. Die Gänse sind das Standbein ihres Betriebes.
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Die zum Betrieb zugehörige Landwirtschaft bietet Moser alles aus erster Hand zu haben und alle Produkte frisch verarbeiten zu können. So können Pasteten, Aufstriche, Marmeladen, Chutneys und andere Spezialitäten immer frisch zubereitet werden. Auch Gänse, Enten und Hühner werden selbst gezüchtet. Fleisch gibt es auf Vorbestellung bei Angelika Moser.