„Neue Innenstadt“: Reaktion der Mattersburger Parteien

Erstellt am 14. April 2022 | 04:21
Lesezeit: 3 Min
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DI Heinz Gerbl, DI Leonhard Panzenböck, Bürgermeisterin Claudia Schlager, DI Sonja Biricz, Verkehrsplaner Roman Michalek bei der Bürgerversammlung mit einem Modell.
Foto: Stadtgemeinde
Tschürtz fordert eine Kostenaufstellung, ÖVP begrüßt die Miteinbindung der Bürger, NEOS wollen Chancen der Entwicklung für ein autoarmes Gebiet ermitteln.
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Die BVZ berichtete in der Vorwoche von den Plänen zur neuen Innenstadtgestaltung. In der Bauermühle fand eine Bürgerversammlung statt, bei der ein erstes Leitbild präsentiert wurde: Ein erster Vorschlag, wie die neue Innenstadt aussehen könnte, wobei noch nichts fixiert ist.

„Wir sind heute hier, um mit Ihnen zu diskutieren und in weiterer Folge ihre Vorschläge in das Leitbild zu integrieren“, hielt Verkehrsplaner Roman Michalek fest.

Die Parteien reagierten in den vergangenen Tagen mit Aussendungen. Johann Tschürtz (Liste Johann Tschürtz – Vorwärts Mattersburg) bemängelte ein Projekt ohne konkrete Planung hinsichtlich Gesamtkosten und Umsetzungszeitplan. „Auf die Frage der Gesamtkosten konnte niemand eine Auskunft geben. Das heißt, es wird erst einmal die Neugestaltung geplant, ohne die Kosten dafür zu kennen“, so Tschürtz.

SPÖ-Vize Otmar Illedits nahm dazu Stellung: „Im aktuellen Stadium kann es noch keine Kosten geben. Es ist ein erster Vorschlag, in welche Richtung die neue Inennstadt gehen könnte. Dies wurde so bewusst gewählt, um auch die Mattersburger miteinzubinden. Hätten wir ein fix fertiges Projekt, wüssten wir die Kosten, so könnten wir jedoch nicht mehr den Bürgern die Möglichkeit geben, sich einzubringen.“

Auch die NEOS mit dem Mattersburger Bezirkssprecher Robert Strnad nahmen Stellung zur Bürgerversammlung: „Ziel muss es sein, die Chancen und Möglichkeiten der städtebaulichen und verkehrlichen Entwicklung im Sinne eines autoarmen Gebiets aufzuzeigen und zu ermitteln“, so Strnad.

ÖVP-Obmann Andreas Feiler: „Wir freuen uns sehr, dass die Bürgerinnen und Bürger in den Prozess der Neugestaltung unserer Innenstadt eingebunden werden. In unserer Innenstadt gibt es im Moment viele Baustellen und unser Auftrag ist es jetzt, eine ansprechende Innenstadt zu gestalten. Dabei dürfen wir die Interessen der Unternehmen, die Bedürfnisse der Arbeitnehmer, die Anliegen der direkten Anwohner und die Wünsche der Menschen, die in unserer Stadt leben niemals aus den Augen verlieren. Nur so können wir unsere Stadt weiterentwickeln, damit sie noch lebenswerter wird.“

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