Martin Pucher entlastete Ivancsich

Dem ehemaligen FF-Chef wurde vorgeworfen, dem Verein zu wenig verrechnet zu haben. Martin Pucher bestreitet dies.

Erstellt am 06. Mai 2021 | 05:22
Martin Pucher
Martin Pucher: „Dieser Vorwurf ist meines Erachtens falsch.“
Foto: Richard Vogler

In den zuletzt aufgetauchten Protokollen zu den Befragungen von Ex-Commerzialbank-Chef und SVM-Präsident Martin Pucher war auch ein Artikel der BVZ Thema. Im März vergangen Jahres berichtete die BVZ vom Ausschluss des ehemaligen Stadtfeuerwehrkommandanten Otto Ivancsich aus der Mattersburger Wehr.

Laut Stadtfeuerwehr wurde bei den Brandsicherheitswachen über Jahre hinweg dem Aufwand entsprechend zu wenig berechnet. „Leider war der Altkommandant nicht zu Gesprächen bereit. Als die Situation zu eskalieren drohte, sah das neue Kommando, keinen anderen Ausweg, als die Mitgliedschaft zwischen der Feuerwehr Mattersburg und dem Altkommandanten zu beenden“, wurde in einer Stellungnahme der Stadtfeuerwehr festgehalten.

Ivancsich verwies auf seinen Anwalt. „Die seitens der Stadtfeuerwehr Mattersburg wider unseren Mandanten erhobenen Vorwürfe bestehen nicht zu Recht. Vielmehr erfolgte der Ausschluss unseres Mandanten aus der Stadtfeuerwehr Mattersburg in rechtswidriger Weise“, so der Anwalt von Ivancsich.

Bei der Einvernahme wurde Pucher unter anderem befragt, ob Ivancsich weniger verrechnet hatte als tatsächlich an Leistungen erbracht wurde. „Dieser Vorwurf ist meines Erachtens falsch. Der SVM hat in der zweiten Liga immer 1.000 Schilling pro Spiel für die Brandsicherheitswache bezahlt. Als der SVM plötzlich aufgestiegen ist, verlangte Herr Ivancsich plötzlich mehr, obwohl sich der Aufwand nicht erheblich vergrößert hatte“, berichtete Pucher. Laut Pucher hat man sich nach mehreren Gesprächen auf eine Anpassung auf 350 Euro, immerhin das fünffache des bisherigen Betrages, geeinigt.“

Eine weitere Frage betraf Fleischwarenlieferungen für Bundesligaspiele von Otto Ivancsich (er betrieb eine Fleischerei). „Er dufte angeblich im Gegenzug für die niedrigere Verrechnung der Feuerwehrleistungen an den SVM für seinen Fleischereibetrieb mehr verrechnen, als er tatsächlich angeliefert hat. Was können Sie dazu angeben?“, lautete die Frage.

„Er dürfte sicherlich nicht mehr verrechnet haben, als er geliefert hat. Mir sind Rechnungen für Wurst, Schnitzel und Würstel zwar manchmal etwas hoch vorgekommen. Sie waren meines Erachtens aber noch im Rahmen, diesbezüglich hat es Gespräche mit ihm gegeben“, so Pucher.