Einlagensicherung getäuscht: Prozess in Eisenstadt abgesagt

Erstellt am 10. Februar 2022 | 09:31
Lesezeit: 2 Min
Gericht Eisenstadt Justizzentrum Eisenstadt Burgenland Prozess Urteil Symbolbild
Das Justizzentrum Eisenstadt.
Foto: Werner Müllner
Der Prozess gegen eine Familie, die infolge der Pleite der Commerzialbank Mattersburg die Einlagensicherung getäuscht haben soll, ist am Donnerstag am Landesgericht Eisenstadt abberaumt worden.
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Grund war eine Erkrankung der Richterin. Ein neuer Termin stand noch nicht fest, werde aber wohl in den kommenden Wochen stattfinden, sagte ein Gerichtssprecher auf APA-Anfrage. Acht Personen sind wegen schweren Betrugs angeklagt.

Die Familie soll versucht haben, mehr als die von der Einlagensicherung abgedeckten 100.000 Euro pro Person zurückzuholen, und dabei einen Schaden von 350.000 Euro verursacht haben. Der 60-jährige Mann soll 15, seine 56-jährige Frau neun und der 28-jährige Sohn ein Sparbuch bei der Commerzialbank gehabt haben. Weil sie mehr als den abgedeckten Betrag angelegt hatten, erhielten sie von der Einlagensicherung nicht ihr gesamtes Geld zurück. Sie sollen laut Anklage deshalb Sparbücher an Verwandte und Bekannte weitergegeben haben, denen daraufhin knapp 350.000 Euro überwiesen wurden.

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