Option auf Forderungsverkauf in Sigleß. Der Sigleßer Gemeinderat tagte am Montag zum Forderungsverkauf an das Land. Die Gemeinde hat noch nicht entschieden, die Tendenz geht jedoch in Richtung Verkauf.

Von Viktoria Sieber. Erstellt am 10. Juni 2021 (04:48)
Die Pleite der Commerzialbank betraf einige Gemeinden im Bezirk Mattersburg. Der Verlust in Sigleß beträgt 30.000 Euro.
Richard Vogler, Richard Vogler

Im Mai hat das Land Burgenland für die betroffenen Gemeinden eine Veranstaltung abgehalten, wo der Forderungsverkauf an das Land vorgestellt worden sei. Damals hieß es, dass mit einer Quote von 60-70% zu rechnen und das Land diese auch übernehmen würde. Die Gemeinden bekommen damit einen Teil des Geldes zurück und müssen keinen langwierigen Prozess mit ungewissem Ausgang abwarten.

Bürgermeister Josef Kutrovatz war damals bei der Veranstaltung anwesend und positiv gegenüber diesem Vorschlag eingestellt: „Meine Empfehlung an den Gemeinderat wäre, den Forderungsverkauf an das Land zu tätigen. Es wäre ein Wunsch von mir, weil es ein einfacher Weg wäre. Wir als Gemeinde sind nicht so schlimm dran, wie andere Gemeinden im Bezirk, aber wir kämpfen auch“. In Sigleß geht es um 30.000 Euro. Wie viel davon der Ort vom Land erhält, steht noch nicht fest.

Das Angebot wurde bei der Gemeinderatssitzung am Montag besprochen. „Man habe sich prinzipiell für die Annahme ausgesprochen. Trotzdem werden wir auf die eintreffenden Unterlagen warten, damit wir dann die Entscheidung fällen“, so Kutrovatz. Die Unterlagen, die das Land an die Gemeinden schickt, seien in Sigleß noch nicht eingetroffen.

„Wir können nichts entscheiden, wenn noch keine fixen Vorschläge da sind. Ich nehme an, dass unser Gemeinderat positiv gestimmt ist, da es wenig Sinn hätte bei einer so geringen Summe, selber zu klagen oder zu kämpfen. Das Risiko bei einem Prozess würden wir mit der Annahme des Vorschlages an das Land abgeben. Die Angebote vom Land werden jedoch noch erarbeitet und wir müssen auf unseren individuellen Vorschlag noch warten“, so Vize-Bürgermeisterin Kitzinger.

Die ÖVP war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.