WKStA ermittelt gegen drei Bedienstete der FMA

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ermittelt in der Causa Commerzialbank Mattersburg (Cb) gegen drei Bedienstete der Finanzmarktaufsicht (FMA). Im Zusammenhang mit der Anzeige eines Whistleblowers im Jahr 2015 bestehe der Verdacht des Amtsmissbrauchs, bestätigte die WKStA am Dienstag gegenüber der APA einen Bericht des "Kurier".

Erstellt am 26. Januar 2021 | 12:35
Allein die Commerzialbank-Pleite machte 800 Mio. aus
Allein die Commerzialbank-Pleite machte 800 Mio. aus
Foto: APA

Ermittelt wird laut "Kurier" gegen zwei Abteilungsleiter und eine ehemalige Mitarbeiterin. Nach der Whistleblower-Anzeige hatte die FMA die Nationalbank ersucht, den Hinweisen nachzugehen, und eine Zusammenfassung von deren Bericht an die WKStA übermittelt. Dieser ergab damals keinen Anfangsverdacht.

Die SPÖ Burgenland sieht sich durch die Ermittlungen darin bestätigt, dass es sich bei der Causa Commerzialbank um ein "Multiorganversagen sämtlicher Kontrollinstanzen inklusive der Bankenaufsicht" handle. Die Kontrolle der Bank sei offenbar durch "Nachlässigkeit und mangelnde Kompetenz" geprägt gewesen, betonte Landesgeschäftsführer Roland Fürst in einer Aussendung.