Burgenländische Firma setzt auf Desinfektion der Luft. Das burgenländische Unternehmen "Oberflächenschutz" setzt im Kampf gegen das Coronavirus auf die Desinfektion der Atemluft. Ein entsprechendes Mittel, das mit Diffusern, Trockenvernebelung und Drucksprühern in Räumen verteilt wird und die Luft von Viren reinigt, habe er aus Deutschland ins Burgenland geholt, berichtete Unternehmer Karl Schmidt.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 14. April 2020 (11:36)
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Das Mittel namens Anosan spalte die Hülle der Coronaviren auf, die Viren würden dadurch nicht überleben. "Es wird auch bei Legionellen verwendet und funktioniert ähnlich wie Seife", sagte Schmidt. Das Produkt werde in Räumen vernebelt, was auch per Hand mit Kaltvernebelungsgerät, mit Handpumpe oder mit einem Luftreiniger und Luftbefeuchter möglich sei. Es vernichte die in der Atemluft schwebenden Viren ebenso wie solche, die sich auf Oberflächen abgelagert hätten.

Der Betrieb aus Pöttelsdorf (Bezirk Mattersburg) will das Desinfektionsmittel künftig vor allem öffentlichen Verkehrsbetrieben, Geschäften und Firmen anbieten. Auch in Schulen und Kindergärten könnte es laut Schmidt eingesetzt werden, um die Luft virenfrei zu halten.

Ein Vorteil sei, dass das Mittel umweltfreundlich und für die Desinfektion in Lebensmittelbetrieben zugelassen sei. "Wir werden damit das Problem nicht lösen, aber es kann dabei helfen, es in den Griff zu bekommen", so Schmidt.