Hilfsdienste in Mattersburg: Nachfrage nimmt zu. Von der Stadtgemeinde wird ein Lieferservice angeboten. Mittlerweile gibt es eine höhere Nachfrage, Freiwillige melden sich.

Von Richard Vogler. Erstellt am 25. März 2020 (04:40)
Die Trafiken haben geöffnet. In der Trafik Spuller wird gebeten einzeln einzutreten.
Richard Vogler

In Zeiten der Corona-Krise helfen auch die Menschen in der Bezirkshauptstadt zusammen, von öffentlicher Seite gibt es Hilfestellungen, Unternehmen bieten diverse Dienste an, für die Bevölkerung gibt es jedoch auch einige Änderungen. Die Stadtgemeinde Mattersburg etwa hat einen Hilfsdienst eingerichtet: Für ältere Menschen und betroffene Zielgruppen (zum Beispiel geschwächtes Immunsystem aufgrund einer chronischen Erkrankung) offeriert man folgendes Service: Sollte Bedarf an Einkäufen, Apothekengängen oder sonstigen Tätigkeiten bestehen, genügt ein Anruf im Gemeindeamt (02626/62332) und die Waren werden vorbeigebracht. Ende der Vorwoche gab es noch zwischen vier und sechs Anfragen diesbezüglich. „Heute waren es schon einige mehr“, berichtet Bürgermeisterin Ingrid Salamon am Montag dieser Woche. Diese Einkäufe werden von Mitarbeitern der Stadtgemeinde absolviert, einige Freiwillige haben sich bereits gemeldet, um dabei mitzuhelfen. „Wir sind gerade dabei, dies zu koordinieren“, so Salamon.

Am Freitag der vergangenen Woche ging ein Schreiben vom Ministerium an alle Direktoren in Österreich, in dem gebeten wird, die Betreuung für Schüler auch in den Osterferien zu gewährleisten. In der Mattersburger Volksschule ist der Bedarf aktuell (Stand Montag dieser Woche) nicht dafür gegeben – kein einziges Kind musste betreut werden. Dennoch stehen die Lehrer parat. „Alle Lehrer unserer Schule haben sich bereit erklärt, auch in den Osterferien dafür da zu sein“, berichtet Direktorin Rafaela Strauß.