VGT-Vorwürfe: Bauern wehren sich. Burgenland-Bauernbunddirektor Josef Prantl weist Vorwürfe des VGT von sich.

Von Richard Vogler. Erstellt am 19. Juni 2019 (08:56)
BVZ
Jene Bauern, die bei der Demo des VGT in Draßburg vor Ort waren.

Gestern, Dienstag, demonstrierten Mitglieder des VGT (Verein gegen Tierfabriken) vor Schweinemastbetrieben im Bezirk Mattersburg, um gegen die Haltung der Tiere zu protestieren. In einer Aussendung gab es auch heftige Vorwürfe (siehe hier unseren Artikel von gestern) . Nun wehren sich die Bauern gegen diese Vorwürfe und die Vorgangsweise.

„Unsere Ställe werden ständig kontrolliert. Die Amtstierärzte schauen in regelmäßigen Abständen nach dem Rechten“, berichtet Josef Prantl, burgenländischer Bauernbunddirektor. Es gibt auch zum Beispiel das AMA-Gütesiegel, wo der Weg der Tiere bis ins kleinste Detail nachzuverfolgen ist.“

Ein Vorwurf des VGT ist, dass 92 Prozent der Schweine schmerzhafte Entzündungen der Gelenke erleiden. „Ich weiß nicht, wo sie diese Zahlen her haben, diese angeblichen Fakten stimmen nicht. Der VGT will nur Verbote erwirken.“

Den anwesenden Bauern bei der Demo in Draßburg störte auch die Vorgangsweise des VGT. „Die Demo war rechtskonform angemeldet. Wir wurden jedoch aufgefordert, ein Interview zu geben und die Türen zu öffnen. Grundsätzlich ist dies auch kein Problem, unsere Türen zu öffne, aber nicht bei einer Demo.“