Nach Versorgungsknappheit: Frühkartoffeln sind da. Familie Tobler aus Draßburg erntete bereits 100 kg Erdäpfeln: „Wir sind zufrieden mit der Qualität, nur darf die Erde nicht allzu stark austrocknen“.

Von Matea Nikolic. Erstellt am 07. Juli 2019 (11:54)
zVg
Familie Tobler und Präsident Nikolaus Berlakovich mit den ersten burgenländischen Frühkartoffeln.

Ende April machte die Landwirtschaftskammer gemeinsam mit burgenländischen Erdäpfelbauern unter dem Motto „Schützen wir unsere Erdäpfeln - für Konsumenten und Bauern“ auf den drohenden Versorgungsengpass mit heimischen Erdäpfeln aufmerksam. 2018 wurden im Burgenland aufgrund des Drahtwurms und der Dürre 40 Prozent weniger geerntet, deshalb wurden vermehrt Erdäpfel aus Ägypten, Zypern und anderen Ländern zum Verkauf angeboten.

„Unsere Bauern wollen regionale hochwertige Erdäpfel produzieren. Um die Versorgung mit heimischen Erdäpfeln zu gewährleisten, brauchen unsere Bäuerinnen und Bauern wirksame Mitteln und Instrumentarien, um den Drahtwurm abzuwehren“, betont Landwirtschaftskammerpräsident Nikolaus Berlakovich. Doch seit letzter Woche können die burgenländischen Erdäpfelbauern nach dem Versorgungsengpass aufatmen.

„Unsere Bauern wollen regionale hochwertige Erdäpfel produzieren. Um die Versorgung mit heimischen Erdäpfeln zu gewährleisten, brauchen unsere Bäuerinnen und Bauern wirksame Mitteln und Instrumentarien, um den Drahtwurm abzuwehren“

Die Heurigen sind von guter Qualität und weisen derzeit noch keinen Schaden auf. Dennoch könnte die aktuelle Hitzewelle eine Bedrohung für die Ernte darstellen, da sie Schädlinge anzieht. Andrea Tobler, Bezirksbäuerin aus Mattersburg, war beim Aktionstag für gesunde Lebensmittel dabei und erregte Aufmerksamkeit im Bezug auf die Versorgungsknappheit.

Über die aktuelle Situation mit der guten Qualität der Frühkartoffeln ist die Familie umso erfreuter: „Wir sind ein Familienbetrieb mit einem Viertel Hektar Erdäpfelfläche in Draßburg. Letzte Woche haben wir die ersten Frühkartoffeln ausgehoben. Wir sind zufrieden mit der Qualität. Nur darf die Erde in nächster Zeit nicht allzu stark austrocknen, sonst haben wir wieder das Problem mit dem Drahtwurm“, so Kammerrätin Andrea Tobler.