Hotelchefs zu je zwölf Monaten auf Bewährung verurteilt. Je zwölf Monate Haft auf Bewährung und Geldstrafen für die Manager. An die Bank müssen sie 410.000 Euro zahlen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 13. Dezember 2017 (03:55)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Symbolbild
APA (Archiv)

Vollinhaltlich im Sinne der Anklage wurden am Montag dieser Woche zwei Hotelmanager verurteilt. Ihnen wird vorgeworfen, ein im Bezirk Eisenstadt befindliches Hotel „zur Seite geschafft“ zu haben, um der Zahlung einer Summe von 410.000 Euro an eine Bank zu entgehen.

Beide Männer, ein 57-jähriger Unternehmer und ein 55-jähriger Immobilienmakler aus dem Bezirk Mattersburg, hatten sich zum Vorwurf der betrügerischen Krida nicht schuldig bekannt. Sie meldeten nach der Urteilsverkündung auch sofort Berufung an. Die Angeklagten betrieben das Hotel seit 2007.

Kurzzeitig wurde ein Wirt mit an Bord geholt, der in ein Hotelrestaurant investierte, dann aber wieder absprang. Dieser Restaurantbetreiber erhielt die volle Investitionssumme von 1,3 Millionen Euro ausbezahlt, eine Bank, die dem Wirt einen Kredit gegeben hatte, schaute durch die Finger. Die Haftung für diesen Kredit hatten jedoch die Hotelbetreiber übernommen.

„Das war mein großer Fehler“, gab der Immobilienmakler zu. Der angeklagte Unternehmer gab an, er habe sich immer auf seinen Geschäftspartner verlassen und mit den Zahlen nichts zu tun gehabt. Die Bank klagte, bekam 2013 Recht, sah aber die geforderten 410.000 Euro immer noch nicht.

Die Angeklagten verkauften das Hotel von „einer Hand in die andere“, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Beide Männer wurden nun wegen betrügerischer Krida zu je zwölf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig: Die Verteidiger der Angeklagten meldeten Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an, der Staatsanwalt gab keine Erklärung ab.