Rapp bei „Hair“ dabei. Der Entertainer Peter Rapp wird am 17. August auf der Bühne des Festivalgeländes beim legendären Kultmusical als erklärender Kommentator auftreten.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 16. Mai 2019 (04:56)
K. Schöndorfer
Moderator. Peter Rapp steht am 17. August für das Musical „Hair“ auf der Bühne und erklärt die damalige Zeit.

Einer der die so genannte Hippie-Zeit bestens kennt, ist der Entertainer Peter Rapp. Passend zum 50-Jahr-Jubiläum von „Hair“ gibt es am Samstag, den 17. August im Festivalgelände in Wiesen eine Neu-Produktion des Musicals in Originalfassung. Peter Rapp begleitet diese Reise in eine vergangene Zukunft auf der Bühne als Zeitzeuge, der diese Vergangenheit wirklich hautnah erlebte und die Handlung erklärt und kommentiert.

Rapp war damals beim neuen und richtungsweisenden Sender Ö3 und wechselte dann 1968 zum Fernsehen. Dort moderierte er zehn Jahre lang die damals einzige Jugendsendung im ORF-TV, nämlich „Spotlight“. Mit dabei waren die damaligen Stars und Sternchen der Musikszene, von „Shocking Blue“ über Jimmy Cliff bis „Nazareth“ oder „ABBA“, und der damals Mittzwanziger war dabei und mittendrin und lernte sie alle kennen.

„24 Jahre war ich alt, als ich nach München fuhr, um im ‚Krone Bau‘ die deutsche Uraufführung zu sehen"

Über seine erste Begegnung mit dem Kultmusical „Hair“ berichtet Rapp: „24 Jahre war ich alt, als ich nach München fuhr, um im ‚Krone Bau‘ die deutsche Uraufführung zu sehen. Als ‚Skandal‘ wurde geoutet, dass in einer Szene alle Darsteller nackt auf der Bühne wären. Es war halb dunkel und die jungen Schauspieler schlüpften so schnell unter eine riesige Leinwand, dass ich nicht einmal hätte sagen können, wer weiblich und wer männlich war. Einige der Darsteller, wie Jürgen Marcus oder Donna Summer durfte ich später in der Sendung ‚Spotlight‘ näher kennenlernen.“

Die 60er waren die Zeit der Studentenbewegungen und der Jugend-Revolution. Trug man lange Haare, wurde man von Lehrern und Eltern als „Gammler“ (Assozialer) und „Hippie“ bezeichnet. Letzteres ist gar nicht so übel, weil die Bezeichnung ursprünglich von „hip“ kam. Das hieß: „ … die den Durchblick haben …“

Vor 50 Jahren wurde die Welt aus den Angeln gehoben: Mit Love & Peace feierte die Jugend in den USA ihren Sommer of Love, 400.000 der gerade entstandenen Hippiebewegung zelebrierten 1969 in Woodstock „3 Days of Peace & Music“ und demonstrierten weltweit gegen den Vietnam-Krieg und für einen uneingeschränkten Pazifismus.

Mitten in diese bahnbrechende Stimmung platzte die Broadway-Premiere des Musicals „Hair“ und sorgte weltweit für Furore – und insgesamt 1873 Aufführungen am Broadway .