Altkommandant aus Wehr ausgeschlossen. Otto Ivancsich werden Unregelmäßigkeiten bei der Verrechnung vorgewurfen. Dessen Anwalt weist Vorwürfe zurück.

Von Richard Vogler. Erstellt am 11. März 2020 (04:33)
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Stadtfeuerwehrkommandant Thomas Dienbauer (links) und das Kommando beschlossen mehrheitlich, die Mitgliedschaft von Otto Ivancsich (rechts) zu beenden.
Richard Vogler

Aus Altersgründen übergab Mattersburgs Stadtfeuerwehrkommandant Otto Ivancsich  am 1. April 2019 das Kommando an Thomas Dienbauer und Christian Sieber. Seit kurzem ist die Mitgliedschaft von Ivancsich bei der Stadtfeuerwehr jedoch beendet: Er wurde von der Stadtfeuerwehr ausgeschlossen.

„Leider verlief die Übergabe des Kommandos nicht so wie gewünscht"

In einer Stellungnahme der Stadtfeuerwehr heißt es wie folgt: „Leider verlief die Übergabe des Kommandos nicht so wie gewünscht. Und als dann auch noch Fragen bezüglich der Verrechnung von Brandsicherheitswachen auftauchten, versuchte man in Gesprächen diese Fragen zu klären. Leider war der Altkommandant nicht zu Gesprächen bereit. Als die Situation zu eskalieren drohte, sah das neue Kommando, bestehend aus 22 Funktionären, mehrheitlich leider keinen anderen Ausweg, als die Mitgliedschaft zwischen der Feuerwehr Mattersburg und dem Altkommandanten zu beenden.“

Es wird weiters darauf hingewiesen, dass „von Seiten der Stadtfeuerwehr und der neuen Führung stets eine interne Regelgung der Angelegenheiten angestrebt wurde, aufgrund der mangelnden Gesprächsbereitschaft des Altkommandanten kam dies nie zu Stande.“

Verrechnung Brandsicherheitswachen als Streitpunkt

Bei den Brandsicherheitswachen handelt es sich um jene bei den Spielen des SV Mattersburg. Laut Stadtfeuerwehr wurde über Jahre hinweg dem Aufwand entsprechend zu wenig berechnet. Auf die Frage, ob es nicht diesbezüglich entsprechende Kontrollen gegeben hat, wird von Seiten der Stadtfeuerwehr festgehalten, dass es Kassaprüfungen gegeben hatte und diese auch korrekt waren. Ob die Höhe der Rechnungen auch dem Aufwand entsprochen hatte, dies wurde hingegen nicht kontrolliert.

„Erhobene Vorwürfe bestehen nicht zu Recht“

Von Otto Ivancsich wird auf seine Rechtsvertretung, die Kanzlei Sauerzopf & Partner, verwiesen. „Die seitens der Stadtfeuerwehr Mattersburg wider unseren Mandanten erhobenen Vorwürfe bestehen nicht zu Recht. Vielmehr erfolgte der Ausschluss unseres Mandanten aus der Stadtfeuerwehr Mattersburg in rechtswidriger Weise, zumal die allgemeinen Grundsätze eines geordneten rechtsstaatlichen Verfahrens nicht eingehalten wurden. Auftrags unseres Mandanten haben wir daher bereits die entsprechenden Rechtsmittel dagegen erhoben. Aufgrund des laufenden Verfahrens möchte unser Mandant keine weitere Stellungnahme abgeben.“, heißt es in einer Stellungnahme.

Die Vorwürfe bezüglich der Verrechnung der Brandsicherheitswachen werden also bestritten. Auch die Vorgangsweise beim Ausschluss sei nicht korrekt abgelaufen – diesbezüglich wurde Beschwerde an das Landesverwaltungsgericht eingereicht.