Damengruppe erkämpfte sich Topleistungen. Seit März gibt es in Antau eine reine Damenwettkampfgruppe. Bei den Feuerwehrwettkämpfen in Antau und Wulkaprodersdorf erbrachte sie tolle Leistungen.

Von Matea Nikolic. Erstellt am 14. Juli 2019 (12:58)
BVZ
Matthias Marinits, ABI Richard Resch, BR Eduard Feurer, Kommandant Christoph Schuber, Tina Spadt, Lydia Zarits, Beate Gerdenich, Martina Neuberger, OBR Adolf Binder, HLM Lydia Resch (hinten v.l.) sowie Rebecca Passmann, Barbara Zarits, Anna Huber, Stefanie Müllner und Viktoria Jagschich.

Wenn die Frauenquote bei der Freiwilligen Feuerwehr in ganz Österreich sechs Prozent beträgt, ist es tatsächlich selten, dass es bei einer örtlichen Freiwilligen Feuerwehr eine reine Damengruppe gibt. In Antau wurde vor einigen Monaten genau das umgesetzt. Aus neun jungen Mitgliedern, die alle zwischen 18 und 36 Jahre alt sind, besteht die Damenwettkampfgruppe. „Da wir einige Frauen in der Freiwilligen Feuerwehr haben, war es für uns leicht, eine Gruppe aufzustellen, von allen wurde viel Disziplin und Ehrgeiz gezeigt“, so die Damen.

„Da wir einige Frauen in der Freiwilligen Feuerwehr haben, war es für uns leicht, eine Gruppe aufzustellen"

Bei den Bezirks- und Landesfeuerwehrwettkämpfen zeigten auch sie ihr Können: „Bei den Bezirkswettkämpfen in Antau konnten wir in der Damenwertung den ersten Platz mit einer Zeit von 60,96 Sekunden, ohne Fehlerpunkte, erreichen. Bei den Landeswettkämpfen in Wulkaprodersdorf belegten wir den dritten Platz“. Um solche Leistungen abliefern zu können, muss regelmäßig geübt werden. Aus diesem Grund trainieren die Damen zwei- bis dreimal in der Woche. Bei Schlechtwetter wurde im Feuerwehrhaus das Kuppeln der Saugschläuche geübt.

Bei schönem Wetter trainierten sie den Löschangriff und das Kuppeln im Freien. „Dabei ist und war es für uns wichtig, stets fehlerfrei zu arbeiten und Fehler durch aufmerksames und genaues Vorgehen zu vermeiden“, erklären die Feuerwehrdamen. Eine besonders wichtige Rolle bei den Trainingseinheiten und Übungen spielten sowohl Trainer der Damengruppe Matthias Marinits und Feuerwehrkommandant Christoph Schuber, auf deren Unterstützung und Wissen die jungen Frauen ständig zählen können.

„Man möchte das Gefühl von Kameradschaft und Zusammenhalt erleben und anderen helfen können"

Auf die Frage, aus welchem Grund man als Frau der Feuerwehr beitritt, waren sich die Damen bei der Antwort sehr einig: „Man möchte das Gefühl von Kameradschaft und Zusammenhalt erleben und anderen helfen können. Wir entwickeln uns auch persönlich weiter und lernen, eine Vorbildfunktion zu übernehmen“. Außerdem bilden sich die Damen stets weiter, da sie regelmäßig Lehrgänge absolvieren.

Auch bei Einsätzen ist die Damengruppe nicht wegzudenken: „Wir sind natürlich bei Einsätzen, soweit es sich mit Beruf und Schule vereinbaren lässt, dabei. Wenn man bei einer gemeinnützigen Organisation dabei ist, gehört es zu seiner Pflicht, sein Bestes zu geben, um einen Beitrag für das Gelingen eines Einsatzes zu leisten“. Allen Mädchen und Frauen, die gerne der Feuerwehr beitreten würden, können die Damen nur eines raten: „Seid mutig und tretet bei! Jeder Mensch, egal, ob Mann oder Frau, kann anderen Hilfe leisten, denn die Feuerwehr ist mehr als ein Hobby. Als Feuerwehrmitglied erlebst du es, ein wertvoller Teil einer Gruppe zu sein.“

Was die Damen während der Wettkämpfe gelernt haben, ist, ständig an sich zu arbeiten, aufeinander zu achten und im Team zusammen zu arbeiten: „Wir haben auf jeden Fall vor uns bis zu den nächsten Wettkämpfen noch weiter zu verbessern. Denn besonders im Dienst der Freiwilligen Feuerwehr sind Ehrgeiz und Willensstärke ein essenzieller Faktor zur Leistungssteigerung und für Erfolge.